Sicher ins Fuchstal radeln

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Auf dem neu angelegten Abschnitt des Radwegs zwischen Seestall und Fuchstal an der Spitze: 3. Bürgermeisterin Franziska Welz und Gemeinderat Johannes Wolffhardt.

Seestall/Asch – Radfahrer, die aus Richtung Seestall oder aus Landsberg kommen und ins Fuchstal wollen, finden jetzt einen sicheren Weg vor: Nördlich des Gasthofs Römerkessel nutzt er die Röhre als Unterführung und verläuft abseits der viel befahrenen Staatsstraße nach Asch. Jetzt ist der Lückenschluss auf dieser Trasse vollzogen worden – auch ganz offiziell.

Knapp 50 Radfahrer, Frauen ebenso wie Männer, machten sich am Freitag von Seestall aus auf, um auf dieser Trasse bei der offiziellen Freigabe dabei zu sein. Wirtschaftsförderer Andreas Graf und Sportreferent Rainer Mahl vom Landsberger Landratsamt, Bürgermeister Erwin Karg, dritte Bürgermeisterin Franziska Welz (Seestall) und Gemeinderat Johannes Wolffhardt (Asch), selbst begeisterter Radfahrer, griffen nahe der B17 zur Schere, um das Band zu durchtrennen. Dann traten alle in die Pedale, um nach gut vier Kilometer Fahrt das Landgasthaus Blätz anzusteuern, wo eine Brotzeit angesagt war – auf Kosten der Gemeinde.

Für den Lückenschluss im Radwegenetz zwischen Seestall und dem Fuchstal war es erforderlich, nördlich der Staatsstraße von der B17 nach Asch einen Abschnitt von eineinhalb Kilometer Länge zu ertüchtigen. Die Arbeiten hat die Firma Herbst aus Epfach ausgeführt. Als Material wurde Jurakalk aufgebracht, was auch als Frankenschotter bezeichnet wird.

Fuchstals Bürgermeister Karg blickte zurück, dass man schon seit dem Jahr 2002 an dem Thema Radweg „herumgedoktert“ habe. Die jetzt fertiggestellte Trasse sei wichtig „für die Anbindung Seestalls zum Rest der Welt“ – womit das Gemeindeoberhaupt Asch und Leeder meinte. Er sei nun 13 Jahre im Amt, aber einen Radweg hätte er noch nie eröffnet.

Dritte Bürgermeisterin Franziska Welz (Seestall) betonte die „tolle Kooperation“, womit sie die Gemeindeverwaltung, die Räte in den verschiedenen Ortsteilen und Mitarbeiter im Landratsamt meinte. Entscheidend sei die „barrierefreie Anbindung“ unter der B17 hindurch, auf der der Verkehr mit dem dreispurigen Ausbau in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen habe.

550 Kilometer

Andreas Graf vom Landratsamt erwähnte, dass das Radwegenetz im Landkreis Landsberg 550 Kilometer umfasse. Es werde trotz schmalen Budgets in Zusammenarbeit mit den Gemeinden ständig verbessert. Priorität habe dabei, dass Trassen abseits von vielbefahrenen Staats- und Kreisstraßen angelegt würden, beziehungsweise parallel dazu.

Als zweites Projekt im Landkreis sei 2015 nach dem Ausbau im Fuchstal noch der zirka zwei Kilometer lange Radweg von Egling nach Wabern vorgesehen, erklärt Rainer Mahl auf Nachfrage. Die Arbeiten sollen im Herbst ausgeführt werden.

Die Kosten für den Lückenschluss im Fuchstal mit der eineinhalb Kilometer langen Auf- schüttung betragen rund 57000 Euro. Eine Hälfte übernimmt die Gemeinde, die andere der Landkreis Landsberg. Dieser kann freilich einen weiteren Zuschusstopf anzapfen. Graf, steuere der „Erholungsgebiete-Verein Augsburg“ bei, in dem der Landkreis Landsberg Mitglied sei.

Johannes Jais

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