Fahrer schließlich gefasst

Rasende Verfolgungsjagd von Igling bis Inningen

etm Blaulicht Polizei
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Ein 43-Jähriger raste mit 200 km/h vor der Polizei davon - die aufgrund zahlreicher riskanter Fahrmanöver des Flüchtigen kaum folgen konnte.
  • Susanne Greiner
    VonSusanne Greiner
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Landkreis - Mit 200 Sachen geflohen: Am gestrigen Donnerstag, 27. Mai, wurde ein 43-jähriger Mann aus dem Landkreis Augsburg vorläufig festgenommen, nachdem er sich einer Verkehrskontrolle entzogen hatte und anschließend von der Polizei durch die Zuständigkeitsbereiche zweier Präsidien verfolgt werden musste. 

Gegen 14:15 Uhr erreichte die Verkehrspolizei Fürstenfeldbruck laut Mitteilung des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord die Meldung über einen auffälligen schwarzen Audi S4 auf der A96. Der 43-jährige Fahrer habe bei einer Geschwindigkeitsbeschränkung von 120 km/h gefährliche Überholmanöver auf dem Seitenstreifen riskiert, die andere Verkehrsteilnehmer gefährdeten. Teilweise fuhr er dabei mit 200 km/h.

Bei einer ersten Kontrolle in Igling schloss sich der Mann im Fahrzeug ein, um anschließend mit hoher Geschwindigkeit wieder zu flüchten. Bei seiner weiteren rasenden Fahrt von Igling über die B17 Richtung Klosterlechfeld, von dort bis Königsbrunn, über die ST2380 bis Bobingen und schließlich über die ST2035 bis Inningen kam es zur Kollision mit zwei Streifenwägen und einem Verkehrsschild.

„Die verfolgenden Polizeifahrzeuge konnten aufgrund der sehr hohen Geschwindigkeiten gerade noch folgen“, informiert das Polizeipräsidium. Der Flüchtende habe „lebensgefährliche Fahrmanöver“ ausgeführt.

In Inningen gelang es den Beamten, das Fahrzeug anzuhalten. Der Fahrer musste unter massivem Widerstand aus dem Auto geholt und vorläufig festgenommen werden. Dabei verletzten sich drei Polizeibeamte leicht. Der 43-Jährige selbst wurde ebenfalls leicht verletzt durch den Rettungsdienst behandelt.

Im Einsatz waren mehrere Streifenwägen von Dienststellen aus den Bereichen der Polizeipräsidien Oberbayern Nord und Schwaben Nord sowie ein Polizeihubschrauber. Insgesamt entstand ein Sachschaden von circa 35.000 Euro.

Die Staatsanwaltschaft Augsburg ordnete eine Blutentnahme und Führerscheinbeschlagnahme an. Der 43-Jährige muss nun mit einer Anzeige wegen Verdachts der Gefährdung des Straßenverkehrs, des verbotenen Kraftfahrzeugrennens, des unerlaubten Entfernens vom Unfallort und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte rechnen.

Zeugen des Vorfalls und vor allem weitere Geschädigte werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 08191/932-0 bei der Polizeiinspektion Landsberg zu melden.

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