Rathaus ohne Paradebalkon – Sanierung des Schondorfer Rathauses mit einschneidenden Veränderungen

Architekt Edgar Bürger aus Schondorf hat dem Gemeinderat vergangene Woche den aktuellen Entwurf der energetischen Sanierung des Rathauses vor­- gestellt. Das Gremium stimmte den Neuerungen Bürgers einstimmig zu. „Größtes Sorgenkind“ ist für den Planer der Stahlbetonbalkon des Sitzungssaales.

Damit der Balkon nicht weiter als „Kältebrücke“ dient, muss er entweder mit Edelstahl-Ankern vom Gebäude getrennt werden oder als zusätzliche Fläche des Sitzungssaals eingehaust werden. Bürgers bevorzugte Lösung ist es stattdessen, den Balkon zu entfernen und an seiner Stelle ein Fenster mit Brüstung in Sitzhöhe einzubauen. Die Einhausung sei keine lohnende Investition, sagte Bürger. Das koste bis zu 50000 Euro, die Fensterlösung hingegen nur rund 20000 Euro. Um die Gemeindebibliothek dämmen zu können, muss die Rampe, die in der Passage an der Bibliothek vorbei führt, zur Mitte hin verschoben werden. An der Südfassade will Bürger außerdem Türen einbauen sowie eine Terrasse, die zur Bücherei gehören wird. Die Räume im Erd- und Obergeschoss des Rathauses sind behindertengerecht erreichbar. Eine behindertengerechte Toilette soll im geplanten Jugendhaus neben der Gemeindeverwaltung eingerichtet werden. Und im Foyer des Rathauses plant der Architekt ein Fenster, das vom Erdgeschoss durchgehend bis in den ersten Stock reicht. Somit gehe man beim Betreten des Gebäudes nicht mehr in ein „schwarzes Loch“. Und die Garage für die Fahrzeuge der Freiwilligen Feuerwehr erhält neue gedämmte Tore. Zudem wird die Fassade des Feuerwehrtrakts wird mit großen Fenstern „analog“ zum Rathaus gestaltet. Im Kostenrahmen? Helga Gall (Grüne) wollte von Edgar Bürger wissen, ob die Planung mit den Neuerungen noch im Kostenrahmen bleibe: 1,44 Millionen Euro sind für die Energetische Sanierung veranschlagt, von denen Schondorf 720000 Euro aus dem Konjunk­turpaket II erhalten hat. Der Schondorfer Architekt will den Kostenrahmen zwar möglichst einhalten. Es könne aber sein, dass die Planung durch den Umbau der Rampe in der Passage etwas „aus der Bahn“ geworfen werde.

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