Start fürs Bürgerbegehren

Rathauschef hält an Plänen für das Baugebiet auf der Lechterrasse fest

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Nach dem Ortstermin mit Abgeordneten des Petitionsausschusses an der Straße Am Lech sammelt die Bürgerinitiative Dornstetten nun Unterschriften für ein Bürgerbegehren.

Dornstetten – „Stopp der Bauleitplanung Am Lech in Dornstetten“: Mit diesem Aufruf sammeln Mitglieder der Bürgerinitiative nun Unterschriften für ein Bürgerbegehren in der Gemeinde Unterdießen. Sie begründen diesen Schritt damit, dass Bürgermeister Alexander Enthofer bezüglich des geplanten Baugebiets auf der Lechterrasse keine Kompromissbereitschaft zeige.

Nach dem Ortstermin mit zwei Landtagsabgeordneten vom Petitionsausschuss (wir berichteten) hat es ein weiteres Gespräch zwischen Bürgermeister Alexander Enthofer und Hans Spängler aus Dornstetten gegeben. Der Gesprächsfaden sei wieder geknüpft, weitere Gespräche sollten folgen.

Die Bürgerinitiative bedauert, dass Enthofer den Kompromissvorschlag mit sieben Grundstücken weiterhin ablehnt. Darum werde man – trotz weiterer Bereitschaft zum Gespräch – Unterschriften für ein Bürgerbegehren sammeln, erklärt Initiator Gerald Büchelmaier gegenüber dem Kreisboten. Zusammen mit Ernst Heckelmann, Egon Eibl und Peter Mönch wird er in den nächsten Wochen dafür werben, dass sich genügend Bürgerinnen und Bürger aus der Gemeinde eintragen.

Die Gemeinde Unterdießen hat gut 1150 Wahlberechtigte. Notwendig ist für ein Bürgerbegehren, dass sich mindestens zehn Prozent eintragen, also 115 Wahlberechtigte. Falls es zum Bürgerentscheid kommt, verlangt das Quorum, dass mindestens 20 Prozent an der Abstimmung teilnehmen - somit 230 Volljährige, die ihren Wohnsitz in der Gemeinde haben.

Die Option, ein Bürgerbegehren zu starten, hatte Hans Spängler aus Dornstetten bereits beim Termin Mitte Februar mit den Landtagsabgeordneten vom Petitionsausschuss vor Ort klar vor allen Anwesenden benannt. Dazu sehe man sich veranlasst, wenn die Gemeinde nicht auf den Kompromissvorschlag für ein kleines Wohngebiet mit sieben Grundstücken zur Abrundung am Ortsrand eingehe.

Enthofer hatte beim Ortstermin mit den zwei Abgeordneten aus dem Petitionsausschuss sogar schon einen Vorschlag gemacht, wann der Bürgerentscheid stattfinden könne. Sollte es dazu kommen, wäre der Sonntag, 26. Mai, dafür geeignet, weil da auch die Europawahl stattfindet.

Die Bürgerinitiative Dornstetten hat sich 2017 formiert. Sie wendet sich dagegen, dass in Dornstetten Am Lech 14 Einheiten mit Einzel- bzw. Doppelhäusern entstehen. Das Dorf habe bisher 35 Häuser und 100 Einwohner. Durch die Neuausweisung würde sich die Einwohnerzahl um bis zu 90 Personen erhöhen. Der Verkehr würde deutlich zunehmen.

Die Bürgerinitiative weist in der Begründung darauf hin, dass das geplante Baugebiet von zwei Biotopen und drei Naturschutzgebieten umgeben sei. Des Weiteren könnten durch den hohen Grundwasserspiegel erhebliche Probleme für eine Bebauung entstehen. Zu bedenken geben die Initiatoren des Bürgerbegehrens auch, dass weitere Gutachten erstellt werden müssen: zur Versickerungsfähigkeit des Bodens, zum Vogelvorkommen und zum Lebensraum für Gelbbauchunken. Ebenfalls müsse ein hydrologisches Gutachten sowie eine Bewertung der Hochwassergefahren erstellt werden.

Johannes Jais

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