Auszeichnung für RSK

Ein Rezept für das Miteinander

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Unterzeichneten während des Festaktes das Schulentwicklungsprogramm der Realschule Kaufering: Ministerialbeauftragter Ernst Fischer, Schulleiter Peter Adam, Elternbeiratsvorsitzende Birgit Ellenrieder und Schülersprecher Benedikt Mayr (v. links).

Kaufering – Mit Musik, Tanz und einer Modenschau feierten Schüler, Eltern und Lehrer der Realschule Kaufering ihr Schulentwicklungsprogramm. Neben diesem Leitbild für die Schulfamilie, gab es aber noch weitere Gründe zum Feiern: So wurde beispielsweise der neue Trinkbrunnen eingeweiht, Spenden für ein Wasserprojekt in Afrika übergeben und die Auszeichnung „Schule ohne Rassismus“ verliehen.

„O‘zapft is“ verkündeten die Moderatoren Johannes Wolf und Georg Egen aus der Klasse 9a und eröffneten damit den Trinkbrunnen am Eingang zur Aula. Dieser wurde zum Teil von den Schülern selbst durch einen Spendenlauf, zum Teil von der VR-Bank Landsberg-Ammersee finanziert, deren Vertreter Regina Zacherl und Manfred Doll einen Scheck über 1.800 Euro zur Feier mitgebracht hatten.

Aber auch der Elternbeirat unterstützt das Projekt. Er hat eine Flasche entwickelt, mit der die Schüler am Trinkbrunnen „zapfen“ können und die das neue Schullogo trägt. Mit dem Erlös aus dem Verkauf, wollen die Eltern die Wartung des Brunnens mitfinanzieren. Aber es kommt ihnen auch noch auf etwas anderes an: „Wasser trinken macht schlau“, betont Elternbeirats-Vorsitzende Birgit Ellenrieder.

Dass es Kinder anderswo auf der Welt nicht so einfach haben, führte Rektorin der Mittelschule Kaufering und Vorsitzende von Humanitäre Hilfe Landsberg e.V. Renate Kindermann den Schülern vor Augen. Sie setzt sich für die Wasserversorgung an einer Schule in Kamerun ein. Dieses Projekt unterstützt die Realschule und überreichte einen Scheck über 1.000 Euro an Kindermann, welche sich vor allem im Namen der Kinder dort bedankte.

All das gehört zum Schulentwicklungsprogramm der Kauferinger Realschule, welches Schulleiter Peter Adam vorstellte. Er verglich das Leitbild mit einem Eisberg: „Nur ein kleiner Teil des Eisbergs ist sichtbar, was den Eisberg aber trägt – das Fundament – das ist unsichtbar, aber viel wichtiger“, so Adam. Sichtbar seien Dinge wie der Trinkbrunnen oder das neue Schullogo, drei neue Hochbeete oder eine Tonne, in der Deckel für Polio-Impfungen gesammelt werden. Nicht so sichtbar hingegen sind Dinge wie ein Fußballturnier, eine Fahrt nach Island oder ein Golfnachmittag.

Ministerialbeauftragter Ernst Fischer stellte den Vergleich mit einem Kochrezept her: Klar könnte man auch ohne Rezept kochen, wenn aber mehrere Personen beteiligt sind, gelte schnell das alte Sprichwort „Viele Köche verderben den Brei“. Mit Rezept aber, könne ein Essen entstehen, das die Menschen zusammen führt – genau wie beim Schulentwicklungsprogramm.

Neben der Unterzeichnung des Programms war die Auszeichnung als „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ ein weiteres Highlight der Feier. Pate stand hier BR-Moderator Bernhard „Fleischi“ Fleischmann, der ein Schild mitgebracht hatte. Er forderte die Schüler dazu auf, nach der Schule ins Ausland zu gehen: „Dann seid ihr nämlich die Ausländer“, so Fleischmann.

Die Urkunde überreichte im Anschluss Naim Balikavlayan vom Pädagogischen Institut München an die Konfliktmanager der Schule. Wichtig sei vor allem eine Haltung zu entwickeln: „Jemanden auszugrenzen ist nicht okay“, so Balikavlayan. Courage fange in der S-Bahn, auf der Straße oder eben in der Schule an – und „sie beginnt immer mit einem Nein“. 

Astrid Neumann

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