Ein Haus der Hilfsbereitschaft

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„Aus dem Garten... in die Küche... auf den Tisch“, heißt ein Kochbuch mit Gemüserezepten, das am Samstag vorgestellt wurde. Bei den Besuchern stieß das Kochbuch auf reges Interesse.

Holzhausen – Die Sanierung und Neueröffnung eines seiner Gebäude hat Regens Wagner Holzhausen am Samstag mit einer Segensfeier begangen. Nach der kompletten Umgestaltung ist laut der stellvertretenden Vorsitzenden des Stiftungsvorstands, Schwester Antonia Stegmiller, eigentlich nur eines geblieben: der Name, St. Elisabeth.

In den siebziger Jahren beherbergte das Gebäude im Erdgeschoss eine Wäscherei und in den beiden darüberliegenden Stockwerken je eine Wohngruppe. 1993 zog die Hauswirtschaftsausbildung mitsamt einer Lehrküche in das Gebäude ein. Doch da die Ausbildung immer differenzierter wurde, benötigte man bald mehr Platz. Auch aufgrund der besseren Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln wurde der Bereich nach Landsberg verlegt. Im April letzten Jahres begann man mit dem 2,2 Millionen Euro teuren Umbau des Gebäudes. Unter anderem wurden die Balkone entfernt, die noch aus einer Zeit stammten,, „als der Liter Heizöl dreißig Pfennige kostete“, wie Gesamtleiter Ulrich Hauser sagte. Da man im Zuge der Arbeiten auf Schadstoffe stieß, verzögerte sich die Fertigstellung der Baumaßnahme. „Aber jetzt ist alles überstanden“, so Hauser. 

Im Erdgeschoss des Hauses sind die Sozialräume der Gärtnerei sowie eine Flecht- und Schmuckwerkstatt untergebracht. Das erste Obergeschoss beherbergt die Büros der hauswirtschaftlichen Betriebsleitung und im zweiten Stock wurde ein großer Konferenzraum für Sitzungen und Fortbildungsveranstaltungen eingerichtet. Hier fand auch die Segnungsfeier statt. Pfarrer Johannes Huber nannte das Haus eine Hilfestellung für Regens Wagners soziale Tätigkeit. „Die Idee von Hilfsbereitschaft und Nächstenliebe soll hier Wohnung haben.“ Ein Haus gebe Beständigkeit und Sicherheit. Schwester Antonia Stegmiller erinnerte an die Namenspatronin des Gebäudes, die heilige Elisabeth, die viele Menschen an ihrem Reichtum und ihrer selbstlosen Liebe habe teilhaben lassen. Als Vertreter des Bezirks gratulierte Josef Loy zur vollendeten Baumaßnahme und versprach, mit Regens Wagner im Dialog zu bleiben und die Anliegen der Einrichtung voran zu bringen. Landrat Thomas Eichinger freute sich, in seiner ersten Arbeitswoche bereits zum zweiten Mal mit dem Thema Inklusion zu tun zu haben. 

Regens Wagner habe er aber bereits vor elf Jahren das erste Mal besucht und schon damals die gute Stimmung wahrgenommen, die hier herrsche. „Wir sind dankbar, Sie in unserer Gemeinde zu haben“, bekräftigte auch der Iglinger Bürgermeister Günter Först, der als Geschenk ein Bild der heiligen Elisabeth mitgebracht hatte. „Sie wäre Regens Wagnerin gewesen“, war er überzeugt. Verleger Josef Bauer präsentierte zum Abschluss ein neues Gemüse-Kochbuch mit Rezepten aus der Bioland-Gärtnerei der Magnus-Werkstätten. Die Idee zu der Sammlung entstand aus den Rezepten, die den Gemüse-Abo-Kisten der Gärtnerei jede Woche beiliegen. Das Buch ist unter anderem im Hofladen in Holzhausen und im CAP-Markt in Landsberg zu haben.

Ulrike Osman

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