"Unglaublich viele Klaviere"

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Am kommenden Samstag, 11. Februar, findet der 54. Regionalwettbewerb für „Jugend musiziert“ in Landsberg statt.

Landsberg – Letztes Jahr teilte man sich den „Jugend musiziert“-Regionalwettbewerb noch mit Schongau. Dieses Jahr ist Landsberg alleiniger Austragungsort. 168 Teilnehmer aus den Landkreisen Garmisch-Partenkirchen, Weilheim-Schongau und Landsberg erwartet der Leiter der städtischen Sing- und Musikschule und Vorsitzender des Regionalausschusses Lothar Kirsch am kommenden Samstag, 11. Februar, in der Lechstadt.

Vor einem Jahr hatte Landsberg den Regionalwettbewerb zum ersten Mal ausgetragen – gemeinsam mit Schongau. In diesem Jahr ist Landsberg der alleinige Veranstaltungsort. Missverständnisse wie dass ein Jury-Mitglied in Landsberg am Bahnhof steht, obwohl es eigentlich in Schongau erwartet wurde, wird es somit in diesem Jahr nicht geben. Und auch sonst macht es vieles einfacher, dass nun alles „aus einer Hand“ und „vor Ort“ passiert, sagt Kirsch. Sei es die Organisation an sich oder die Sponsorensuche.

Die Vorbereitungen starteten bereits im September mit der Jurysuche. Seit dem Anmeldeschluss am 15. November ging es dann so richtig los. 168 Teilnehmer aus den drei Landkreisen werden am Samstag erwartet. Darunter sind 65 Pianisten. „Wir brauchen unglaublich viele Klaviere“, so Kirsch. Deshalb habe man neben der Musikschule, dem Rathaus und dem Ignaz-Kögler-Gymnasium auch das Katholische Pfarrzentrum und das Evangelische Gemeindehaus als Veranstaltungsort hinzu nehmen müssen. „Aber da bin ich auf offene Türen gestoßen“, sagt der Musikschulleiter. Die Musiker in der Stadt würden eben zusammen halten.

In den verschiedenen Kategorien Klavier, Harfe, Drum-Set (Pop-Schlagzeug), Streicher- Ensemble und Bläser-Ensemble treten die Teilnehmer an. Sie werden in verschiedene Altersgruppen eingeteilt – die Jüngsten sind gerade einmal sechs oder sieben Jahre alt. Trotzdem müssen sie bereits gewisse Anforderungen erfüllen: Beispielsweise muss eine bestimmte Zeit gespielt werden, die Stücke müssen aus drei verschiedenen Epochen stammen. Davon muss immer jeweils ein zeitgenössisches Stück dabei sein. „Das ist oft eine Herausforderung“, betont Kirsch, „sowohl für die Kinder, als auch für die Lehrkräfte.“ Mit dem reinen Wertungsspiel ist es nicht getan, es schließt sich nämlich auch noch ein Beratungsgespräch an. Dieses soll vor allem dazu dienen, die Kinder aufzubauen und zu motivieren, betont der Musikschulleiter.

Wer vor der Jury besteht – insgesamt reisen 26 Jury-Mitglieder aus ganz Bayern an – und sich einen ersten Preis erspielen kann, hat die Chance weiter zum Landeswettbewerb und schließlich zum Bundeswettbewerb zu reisen. Außerdem wird noch ein Sonderpreis vom Steinway-Musikhaus in München an eine besonders herausragende Pianistin oder Pianisten vergeben.

Zum Abschluss des Tages gibt es die Urkundenverleihung an alle Teilnehmer in der Aula des Ignaz-Kögler-Gymnasiums. Diese findet um 19.30 Uhr statt und soll, laut Kirsch, der „krönende Abschluss“ dieses Tages werden. Weitere Krönung dürfte dann das Preisträgerkonzert im Rathaussaal sein, das am 25. März stattfinden wird.

Aber auch der Regionalwettbewerb an sich sei im vergangenen Jahr „wahrer Publikumsmagnet“ gewesen. Teilweise seien so viele Besucher gekommen, dass sie in den einzelnen Räumen keinen Platz mehr hatten. „Wir mussten sogar einzelne Besucher wegschicken“, sagt Kirsch. Wer sein Glück trotzdem versuchen will und „Jugend musiziert“-Luft schnuppern will, hat dazu am kommenden Samstag die Gelegenheit. 

Astrid Neumann

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