Landsberg-Premiere für "Maria Mafiosi"

Die Mafia in der Lechstadt

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Die bayerisch-italienische Krimikomödie „Maria Mafiosi“ wurde letztes Jahr in Landsberg gedreht. Am kommenden Donnerstag, 15. Juni, feiert sie Premiere im Olympia-Filmtheater – und die Schauspieler kommen auch noch vorbei.

Landsberg – Die Kriminalkomödie „Maria Mafiosi“, die letztes Jahr in Landsberg gedreht wurde hat nun ihre Premiere in der Lechstadt. Am kommenden Donnerstag, 15. Juni, ist um 20 Uhr im Olympia-Filmtheater offizieller Kinostart für den Krimi. Zur Landsberg-Premiere kommen die Regisseurin Jule Ronstedt, die Hauptdarstellerin Lisa Maria Pottoff (sie spielt die Polizistin Maria Moosandl), die Schauspieler David Zimmerschied, der den Polizisten Franz Brunner spielt. Den Trailer zum Film gibt es auf unserer Facebook-Seite - und dort kann man auch bis Sonntag Karten für die Vorpremiere am kommenden Mittwoch, 14. Juni, gewinnen!

Landsberg und die Mafia, der Spielfilm „Maria Mafiosi“ bindet die Lechstadt in eine turbulente Komödie ein, die reichlich schwarzen Humor bietet. Ja – sie muss hier passiert sein, diese klassische Romeo-und-Julia-Geschichte. Eine Liebe zwischen einem Italiener und einer deutschen Polizistin, die es nicht mehr leugnen kann, dass sie schwanger ist. Das Paar, das eigentlich kein Paar sein darf, da ihr Vater der Polizeichef, sie selbst auch noch Polizistin, und sein Vater der Mafiaboss des Ortes ist. Rocco findet keinen Ausweg, seinem Clan kann er nicht entkommen. „Familie ist Familie, die kann man sich nicht aussuchen – das ist eine zentrale Aussage des Films“, fügt Ronstedt an. Um diese Konstellation herum erfand die Autorin dann mit großer Lust die Nebenfiguren: Die zwei Familien mit den starken Vätern, die ja auch stellvertretend einen Kampf ausführen. Dazu die bayerische Kleinstadt, in der die Korruption und Vetternwirtschaft ebenso auf der Tagesordnung steht wie bei der Mafia. „Da gibt es durchaus einige Parallelen“, fiel Ronstedt auf.

In der spritzigen bayerischen Krimikomödie Maria Mafiosi trifft eine rasante italienische „famiglia“ auf eine coole bayerische Polizistenfamilie – italienisches Heißblut auf bayerische Gelassenheit. Das Drehbuch der frischen und temporeichen Geschichte entwickelte die Schauspielerin Jule Ronstedt („Wer früher stirbt, ist länger tot...“) als Autorin gemeinsam mit Produzent Sven Burgemeister. Ron­stedt präsentiert damit auch Ihr Debüt als Kinoregisseurin. Mit liebevollem Charme und ansteckendem Humor inszeniert sie die übermenschlichen Anstrengungen der hochschwangeren Polizistin Maria ­Moosandl, gespielt von Lisa Maria Potthoff („Winterkartoffelknödel“, „Männerhort“), die mafiösen Subjekte in ihrer Heimat und Familie zu bändigen und gleichzeitig den richtigen Zeitpunkt zu erwischen, um den Vater ihres Kindes, (erstmals im Kino: Schauspieler und Musicalstar Serkan Kaya („Die Detektive“, „Hinterm Horizont“), mit ihrer Familie bekannt zu machen. In den weiteren Rollen sind: Neuentdeckung Tommaso Ragno („Die Überglücklichen“), Alexander Held („München Mord“, „Mein Blind Date mit dem Leben“), Monika Gruber („Winterkartoffelknödel“, „Eine ganz heiße Nummer“), Johannes Silberschneider („Das ewige Leben“, „Smaragdgrün“), Sigi Zimmerschied („Schweinskopf al dente“, „Eine ganz heiße Nummer“) und David Zimmerschied („München7“).

Gedreht wurde von Anfang Juli bis Anfang August 2016. Anfangs eine knappe Woche in Landsberg. Bei sonnigem Wetter und perfekten Drehbedingungen eine gute Phase, die das Team nach Ronstedts Ansicht richtig zusammen geschweißt hat. Es war ein sehr schönes und angenehmes Arbeiten, ein toller Start. Polzeiautos fahren über die Karolinenbrücke, die alte Berg­straße und die Helfensteingasse kommen ins Bild, selbst die Heilig-Kreuzkirche wird Ort des Geschehens. Sogar der Herkomersaal des Rathauses ist in den Film eingebunden. Der Kinobesucher aus Landsberg wird aber vergeblich grübeln wo wohl der Gasthof steht, in dem sich ein Großteil der Geschichte abspielt. Nein – nicht in der Lechstadt, auch nicht im Landkreis, sondern in Olching.

Und noch eine kleine Geschichte am Rande: „Ein Bauer hatte extra für den Film eigens statt Mais Sonnenblumen angesät. Ein großes Sonnenblumenfeld war ein zentraler Punkt in der Komödie. Doch dann regnete es im vergangenen Sommer andauernd, und die Sonnenblumen wuchsen einfach nicht.“ Der Drehplan wurde mehrfach umgestellt, doch selbst zehn Tage vor Drehschluss „gingen mir die Sonnenblumen nur bis zum Knie.“, erinnert sich Jule Ron­stedt. „Dabei mussten sich Maria und Rocco darin verstecken können!“ „Da ist die Aufnahmeleiterin losgefahren und hat rund um München nach anderen Sonnenblumenfeldern gesucht. Bei Odelzhausen wurde sie schließlich fündig. Als wir das Feld sahen, das sogar viel größer war, haben wir nur noch mit den Blumen um die Wette gestrahlt“, sagt die Regisseurin Jule Ronstedt.

Am Donnerstag, 15. Juni (Fronleichnam), um 20 Uhr werden sich die Schauspieler im Olympia-Filmtheater dem Landsberger Publikum zeigen und ihren Film vorstellen. „Maria Mafiosi“ ist auch schon am Mittwoch, 14. Juni, um 20 Uhr zu sehen und läuft auch nach der „Landsberg-Premiere“ im Abendprogramm.

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