Reichling holt sich Turbo-DSL

Ein regelrechtes Turbo-DSL holt sich Reichling in die Gemeinde: Schon bald sollen die Bürger aller Ortsteile mit einer sagenhaften Megageschwindigkeit von bis zu 50 MB im Internet surfen können. Zu diesem Zweck hat jetzt der Gemeinderat dem Anbieter LEW TelNet/M-Net den Auftrag für die Verlegung von Glasfaser­kabeln erteilt. Lange schon haben Bürgermeisterin Margit Horner-Spindler und der Gemeinderat darum gekämpft – und können jetzt endlich aufatmen, dass man nun ein erschwingliches Angebot bekommen hat, das auch Reichling einen schnellen Internetzugang erlaubt.

Und nicht einfach nur einen schnellen: Während für viele Surfer bisher die DSL-16000-Variante das Nonplusultra ist, können sich die Reichlinger gar auf den überaus fortschrittlichen VDSL 50000 Power-Internetzugang freuen. Damit sei Reichling dann sogar besser versorgt als zahlreiche Städte, freut sich die Bürgermeisterin. 204000 Euro muss die Gemeinde für die Breitbandversorgung aufbringen. Abzüglich des staatlichen Zuschusses von 100000 Euro – die Zu­sage der Regierung von Oberbayern ging vergangene Woche ein – bleiben für die Lechraingemeinde aber nur noch Kosten von 104000 Euro übrig. Der Auftrag an die LEW TelNet/M-Net war unter dem Vorbehalt erteilt worden, dass die Gemeinde die Fördergelder auch wirklich erhält. Da dies mittlerweile gesichert ist, steht dem Projekt nichts mehr im Wege. Für alle wichtig „Eine schnelle Internetversorgung ist uns enorm wichtig“, macht Horner-Spindler klar. „So schön unsere landschaftliche Lage auch ist, so abseits liegen wir derzeit noch von einer guten DSL-Versorgung,“ so die Bürgermeisterin. „Insbesondere für das Gewerbe ist eine schnelle Anbindung von großer Bedeutung, um mit anderen konkurrieren zu können“, legt die Gemeindechefin dar. Aber natürlich auch die Privathaushalte würden davon sehr profitieren. Die Glasfaserkabel, welche die superschnelle Übertragung möglich machen, werden bis zu den Kabelverzweigern reichen – einer steht im Ortsteil Reichling, der andere in Ludenhausen. Von dort aus geht die Verbindung dann über Kupferkabel bis in die Häuser. Besonders wichtig war es der Bürgermeisterin, dass mit dieser Anbindung jetzt alle vier Ortsteile, also Reichling, Reichlingsried, Ludenhausen und Gimmenhausen versorgt werden können. Erst als Einzelkämpfer Bei der Ausschreibung waren insgesamt fünf Angebote eingegangen, darunter aber nur zwei auf Basis der Glasfasertech­nik. Letztendlich kam einzig und allein das Angebot der LEW TelNet/M-Net in Frage. Denn das zweite glasfasergestützte Angebot hätte nur einen Ortsteil versorgt, und alle übrigen Angebote hätten bei Weitem nicht die erforderlichen Leistungen gebracht. Die Gemeinde hatte, nachdem sie sich zuvor als Einzelkämpfer um eine schnelle Internetversorgung be­müht hatte, an der Machbarkeitsstudie des Landkreises Landsberg teilgenommen. Die Firma IK-T, die diese Studie durchgeführt hatte, hatte jetzt auch die eingegangenen Angebote geprüft. In der Gemeinde Reichling freut man sich jetzt jedenfalls riesig, dass es nach langem Ringen endlich mit dem schnellen Internet geklappt hat: „Diese Internetversorgung ist eine große Aufwertung für unseren Ort und ein wichtiger Schritt, Reichling zu einem noch attraktiveren Wohnort zu machen“, erklärt die Bürgermeisterin.

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