"Reifeprüfung" bestanden

Für ihre hervorragenden Abiturnoten wurden Johanna Zach und Florian Hartmann mit Preisen bedacht. Auch Franz Schranner (links) erhielt einen Preis für sein herausragendes soziales Engagement. Foto: mh

32 junge Damen und Herren haben am vergangenen Freitag als erster Abitur-Jahrgang des Ammersee-Gymnasiums (ASG) die Zeug­- nisse ihrer G8-Reifeprüfung in Empfang genommen. Sie gelten damit als „Pioniere“ des jüngsten Gymnasiums im Landkreis und werden somit in die Geschichte der „Schule am See“ eingehen.

Mit Beginn des Schuljahres 2006/07, am 13. September, betraten die heutigen Absolventen erstmals das neu gebaute Schulhaus in am Ammersee und begannen einen neuen Abschnitt in ihrer schulischen Laufbahn. Landrat Walter Eichner ließ es sich nicht nehmen, den ersten ASG-Abiturienten sein Aufwartung zu machen. In seinem Grußwort erinnerte er an die Anfänge des neuen Gymnasiums und auch daran, dass Eltern und Schüler der damaligen 8. Jahrgangsstufen gemeinsam mit dem Lehrerkollegium unermüdlich dafür gekämpft hatten, dass die Achtklässler das ASG besuchen durften. Die Ministerialbeauftragte für die Gymnasien in Oberbayern-West, Dr. Karin Oechslein, bescheinigte den ASG-Schulabgängern: „Ihr seid ein einzig­- artiger Jahrgang, ihr seid nicht nur die ersten Abiturienten am Ammersee-Gymnasium, sondern auch reinrassige G8-ler.“ Schließlich habe das ASG kein Doppel-Abitur verkraften müssen. Aber, mit dem Überreichen der Abiturzeugnisse habe das ASG selbst seine Reifeprüfung bestanden und dürfe nun seine Volljährigkeit feiern. „Für uns Dießener ist heute ein besonderer Tag“, freute sich denn auch Bürgermeister Herbert Kirsch, selbst Vater einen Abiturientin. Sein Dank richtete sich auch an die Eltern, die ihre Kinder auf dem Weg bis zum Abitur begleitet haben und einen nicht unerheblichen Anteil am Erfolg tragen. Erfolgreich war der erste Abitur-Jahrgang am ASG allemal. Von den 32 Abiturienten haben acht einen Abiturschnitt von besser als 2, 0 erreicht, lediglich zwei Zeugnisse weisen eine Note unter 3,0 auf. Oberstudiendirektor und Schulleiter Klaus Rechenberger bescheinigte den Schulabgängern mit einem Augenzwinkern sogar: „Ihr habt, ohne Übertreibung, das beste Abitur in der Geschichte des Ammersee-Gymnasiums geschrieben.“ Die Oberstufensprecher Janina Ireland und Franz Schranner erinnerten kurz an die vergangenen fünf Schuljahre, in denen aus damals 54 Einzelkämpfern 32 Freunde geworden seien. Mit den Glückwünschen von Elternbeiratsvorsitzendem Klaus Horney und einer handgearbeiteten Tasse aus den Händen der Fördervereinsvorsitzenden Beatrice von Liel ausgestattet, nahmen die 32 Prüflinge dann unter dem Beifall ihrer Mitstreiter die Zeugnisse in Empfang. Umrahmt wurde die ASG-Feierstunde von der schuleigenen Bigband unter der Leitung von Hans Gruber. Für ihre besonders gute Leistungen wurden Florian Hartmann (1,1) und Johanna Zach (1,4) mit einem 100-Euro-Gutschein aus den Händen der Fördervereinsvorsitzenden Anne Klinke beschenkt. Einen solchen Gutschein erhielt auch Franz Schranner für sein „außerordentliches soziales Engagement“ an der Schule. Und: Ein anonymer Spender hat dem ASG für die nächsten 25 Jahre einen Preis für den besten Deutschaufsatz ausgelobt. Die ersten 100 Euro durfte nun Johanna Zach entgegen nehmen. Außerdem erhielten alle Abiturienten, die einen Notendurchschnitt besser als 2,0 erreicht hatten, einen Büchergutschein des Landkreises.

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