Die Reserven ausgepackt – Absolventen der Wolfgang-Kubelka-Realschule glänzen mit Gesamtdurchschnitt von 2,0

Auf einen außergewöhnlich guten Abschlussjahrgang kann die Schondorfer Wolfgang-Kubelka-Realschule heuer verweisen. Am vergangenen Freitag entließ Rektor Klaus Markowski alle 103 Absolventen mit der „Mittleren Reife“ aus seiner Knabenschule am Ammersee-Westufer. Das Besondere: Der Notendurchschnitt lag bei 2,0.

Dabei sah es am Anfang des Schuljahres noch gar nicht danach aus, resümierte Rektor Markowski. Doch die Zehntklässler hätten im letzten Schuljahr ihre Leistungen „in bewundernswerter Weise gesteigert und ihre Reserven aktiviert“. Nicht ohne Grund, seien sie doch in einer Gemeinschaft herangewachsen, deren Prinzipien für die Zukunft ein wichtiges Fundament sein werde. Unter anderem hätten die Schüler gelernt ihre Stärken und Schwächen zu erkennen und diese zu fördern beziehungsweise zu überwinden. „Wir haben eine gute Schulgemeinschaft und daher verliere ich euch nicht gerne“, so der Rektor zu seinen Absolventen. Dass die Knabenrealschule einen guten Ruf hat, bestätigten auch die Redner bei der Zeugnisvergabe, die sich als ehemalige Realschüler zu erkennen gaben. Dazu gehörten etwa die Vertreter der Sparkasse und der Raiffeisenbanken, die Geld- und Münzgeschenke für die besten Absolventen überreichten. Auch Schondorf Bürgermeister Peter Wittmaack, der zwar nicht in Schondorf, sondern im „hohen Nor­den“ die Bank einer Realschule drückte. Für ihn sei der Realschulabschluss Fundament für alle seine weiteren Berufe gewesen, wobei man Bürgermeister aber auch ohne Mittlere Reife werden könne, wie er scherzend versicherte Wittmaack rief die Absolventen auf, zukünftig nicht nur für sich, sondern auch für die Gesellschaft Verantwortung zu übernehmen. Vor allem bräuchte es gute Kommunalpolitiker. Ein Bereich, der aus seiner Sicht von jungen Menschen unterrepräsentiert sei. Aber gerade hier würden wichtige politische Entscheidungen getroffen, die unmittelbar Einfluss auf das ganze Leben hätten. Schülersprecher Hannes Hahn bedankte sich im Namen aller Absolventen für die Schulzeit und das erbrachte Engagement der Lehrer – vor allem mit Blick auf die Prüfungsvorbereitungen, „als die Lehrer in den Pfingstferien ihre freie Zeit opferten, um mit uns zu lernen“. „Jetzt sind wir bereit für alles, was da kommt.“ Elternbeiratsvorsitzende Dagmar Bleicher bescheinigte den Absolventen: „Ihr habt euch toll entwickelt und ein gutes Rüstzeug in der Schule erhalten.“ Sie forderte die „jungen Männer auf“ nicht den Glauben an sich selbst zu verlieren, auch wenn es mal den einen oder anderen Rückschläge gibt.

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