Restaurierter Schutzpatron

Museumsleiterin Sonia Fischer nimmt das Bild vom Heiligen Sebastian von den Vertretern der drei Vereine Wolfgang Weiße, Sigrid Knollmüller, Dr. Hans-Jürgen Tzschaschel, Axel Flörke und Ruth Sobotta (von rechts) entgegen. Foto: Bauch

Drei Landsberger Vereine mit einem Ziel: Der Historische Verein, der Verkehrs- und Verschönerungsverein und die Museumsfreunde haben sich zusammengetan, um dem Neuen Stadtmuseum ein Ölgemälde zu überreichen. Es handelt sich dabei um den Schutzpatron der Lechstadt, den Heiligen Sebastian, gemalt von Simon Mayr.

„Mit viel Herzblut für Landsberg konnte ich dieses Bild auftreiben“, sagt Wolfgang Weiße, der sich auch in seinem Aufsatz in den Landsberger Geschichtsblättern 2012 ebenfalls mit dem Gemälde des heiligen Sebastian befasst. Das Ölgemälde ist eine Zweitfertigung, Mayr entlehnte das Motiv aus der Johanniskirche am Vorderanger. In der Stadtgeschichte einmalig sei das Bild dennoch: Es stammt aus dem Jahr 1744 und am linken Bildrand befindet sich sogar die Signatur Mayrs. „Es war aber in einem erbärmlichen Zustand“, berichtet Weiße. Da man es aber in einem ursprünglichen Zustand erhalten wollte, entschied man sich nicht für eine Duplikation, sondern ließ es von Heide Tröger aus Kempten aufwändig restaurieren. An einigen Stellen musste sogar die Leinwand geflickt werden. „Die Restaurierung kostet so viel wie das Bild selbst.“ Insgesamt 3100 Euro investierten die drei Vereine in das Gemälde. Nach langer Suche fand es Wolfgang Weiße bei einem Ingolstädter Kunsthändler und erwarb es kurzer Hand auf „eigene Gefahr“. „Es verdient einen Platz im Museum“, betont Sonia Fischer, Leiterin des Neuen Stadtmuseums. Ruth Sobotta, Vorsitzende des Freundeskreises der Landsberger Museen sagt: „Wir sind sehr froh, dass Herr Weiße als Schatzsucher dieses Bild an Land gezogen hat.“

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