Rhythmus und Musik im Blut

Flötistin und Pianistin Katharina Gruber. Fotos: LRA

Großartige Talente sind auch im Landkreis Landsberg heimisch. In seiner jüngsten Sitzung hat der Kulturbeirat die diesjährigen Preisträger für den Kulturförderpreis festgelegt: Mit Flötistin und Pianistin Katharina Gruber, Fagottistin Hannah Jacobs, Ballettänzerin Anna Maria Johannes sowie Pianistin und Violinistin Hedwig Gruber machten in diesem Jahr die jungen Frauen das Rennen. Einen Sonderpreis erhält außerdem die Gruppe „Licca Percussiva“. Die feierliche Preisverleihung mit den Darbietungen der Geehrten findet am Freitag, 16. November, um 20 Uhr im Stadttheater statt.

Seit 1997 wird der Kulturförderpreis vom Kulturbeirat des Landkreises als Jury vergeben und ist insgesamt mit 5000 Euro dotiert. In diesem Jahr entschied er sich für: • Die 22-jährige Anna Maria Johannes aus Landsberg begann ihre Ballett-Karriere 1996 im Studio von Beatrix Klein. Seitdem war sie mitunter Schülerin bei Jadwiga Antony in Luxemburg oder bei Colin Sinclair im Tanzhaus NRW in Düsseldorf. Auch bei der bekannten Fernsehshow „Das Supertalent“ war die Landsbergerin 2009 bereits zu Gast, ebenso wie zuletzt in einer Reportage im spanischen Fernsehen. In Spanien absolvierte Johannes dieses Jahr den CobosMika professional Dance Master, zuvor machte sie mehrere Ausbildungen, unter anderem in Kopenhagen. • Die 24-jährige Hedwig Gruber, geboren und aufgewachsen in Finning, begann das Violinspiel mit fünf Jahren an der Musikschule Landsberg. Mit elf Jahren wurde sie als jüngstes Mitglied in das Kammerorchester „Camerata Primavera“ aufgenommen. Auch als Solistin trat Gruber bereits vielfach auf, etwa beim Deutschen Mozartfest und bei Konzertreisen wie der Chinatournee mit der Kammerphilharmonie Leipzig. Von 2006 bis 2011 studierte Hedwig Gruber an der Hochschule für Musik Detmold und an der Musikhochschule Nürnberg-Augsburg künstlerisches Hauptfach und Musikpädagogik Violine. Seit 2011 absolviert sie ein Masterstudium am Leopold-Mozart-Zentrum Augsburg und seit Kurzem auch den Masterstudiengang Viola an der Universität Mozarteum Salzburg. • Hannah Jacobs, geboren 1996 in Landsberg, erhielt im Alter von sechs Jahren ihren ersten Klavierunterricht. Vier Jahre später begann sie das Fagottspielen. Beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ erhielt sie 2010 einen zweiten Preis und dieses Jahr einen ersten Preis in der Kategorie „Fagott solo“. Mittlerweile ist die 16-jährige Jacobs Mitglied des Bayerischen Landesjugendorchesters und von „Attacca“, dem Jugendorchester der Bayerischen Staatsoper. Darüber hinaus spielt sie in mehreren Kammermusikensembles. • Katharina Gruber sammelte ihre ersten musikalischen Erfahrungen 1998 in der Städtischen Sing- und Musikschule und nahm zwei Jahre später Blockflötenunterricht. 2009 begann Gruber außerdem mit dem Klavierunterricht, seit 2010 spielt sie auch Querflöte und ist seitdem auch Mitglied im Schwäbischen Jugendsinfonieorchester. Im vergangenen Jahr absolvierte sie in Berlin einen Meisterkurs für Flöte und in diesem Jahr einen Interpretationskurs für Flöte in Karlsruhe. Nun beginnt die 18-Jährige an der Hochschule für Musik in Karlsruhe ihr Studium im künstlerischen Hauptfach Querflöte. In diesem Jahr verleiht der Kulturbeirat außerdem einen Sonderpreis, dotiert mit 500 Euro: • Das Orchester „Licca Percussiva“ entstand zwischen 2005 und 2006, als sechs Ensembles aus insgesamt 25 Schülern von Schlagzeuglehrer Stefan Schmid bei „Jugend musiziert“ einen ersten Preis erhielten. Verwaltungsbedingt for-mierten sich die vielen kleinen Gruppen zu einem großen Orchester und dieses durfte 2006 als Weltentrommler bei der Eröffnungsfeier der Fußballweltmeisterschaft in der Münchener Allianz Arena auftreten. Seitdem sind Schmids Schüler jedes Jahr unter den Preisträgern bei „Jugend musiziert“ gewesen, in diesem Jahr brachte die Gruppe sogar vier Bundespreisträger hervor. Licca Percussiva ist beheimatet in der Musikschule Landsberg, aber in ganz Europa unterwegs.

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