Die etwas andere Blutspende in Finning:

Eine Rose zur Blutspende

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Milka Saier aus Utting, Germanus Steber aus Finning und Stefan Drexl aus Entraching (von links) wollen mit ihrer Blutspende Leben retten. Saier hat schon zehn Mal gespendet, Steber drei und Drexl schon über 30 Mal.

Finning – Mit einer Blutspende kann man bis zu drei Leben retten. Zum dritten Mal rief das Bayerische Rote Kreuz (BRK) in Finning zu einer Spendenaktion auf. Bürgermeister Siegfried Weißenbach unterstützte die Initiative und stellte die Turnhalle zur Verfügung. Das BRK-Team (zwei Ärzte und weiteres medizinisches Fachpersonal) hatte alle Hände voll zu tun. Denn 93 Spendenwillige aus Finning und Umgebung waren zu registrieren und ärztlich zu untersuchen, bevor sie ihr kostbares Blut spenden konnten. Am Ende waren es 82 Menschen, die an diesem Tag halfen, 18 waren Erstspender. Organisatorin Pia Richter war gleich doppelt zufrieden.

Eine Blutspende ist einfach, man braucht nur ein bisschen Zeit und Geduld. Und man muss gesund sein. Im Prinzip darf jeder zwischen 18 und 69 Jahren spenden. Erstspender müssen bis zum 60. Geburtstag mit dem Spenden beginnen. „Die Zulassung von über 69-jährigen Mehrfachspendern oder von Erstspendern über 60 Jahren ist nach individueller ärztlicher Entscheidung möglich“, heißt es im Formblatt des BRK. Nach der Anmeldung füllt man ein Formular aus, der Arzt misst den Blutdruck, entnimmt einen Tropfen Blut aus der Fingerbeere, untersucht es und bestimmt die Blutgruppe. Dann heißt es warten.

Leidet man zum Beispiel unter Eisenmangel, AIDS, Hepatitis B oder C oder ist man erkältet, muss man passen. Auch die Einnahme bestimmter Medikamente kann hinderlich sein. Alle anderen können einen halben Liter Blut abgeben. Das dauert etwa 20 Minuten. Danach wird der Blutdruck kontrolliert und sichergestellt, dass es dem Spender oder der Spenderin gut geht. Jeder Neue erhält einen Blutspendeausweis, den er beim nächsten Mal wieder mitbringt.

Tolles Team

Organisiert hatte die Aktion bereits zum dritten Mal Pia Richter aus Finning, die sich über den positiven Verlauf freute. Ihre Töchter Lisa, Maria und Antonia halfen beim Organisieren mit, ebenfalls halfen aus Finning Bianca und Tizian Thalmayer, Lucia Hermann, Adriane Eickelmann, Gemeindearbeiter Karl Gall und Reinigungskräfte. Für die Spender gab es zur Stärkung eine Suppe, von den Organisatoren zubereitete Smoothies aus Karotten, Orangen und Bananen, ebenso belegte Semmeln und Mineralwasser – alles mit Unterstützung der heimischen Wirtschaft. Das gilt auch für die Geschenke, die jeder Spender mit nach Hause nehmen durfte – von der Tüte mit Obst und Lebensmitteln über den Schuhlöffel bis hin zum Gutschein fürs Fitnessstudio.

Damit aber längst nicht genug des Guten: Jeder Frau überreichte Pia Richter eine Rose, denn die Blutspendeaktion fand ja am Weltfrauentag statt. Der Lohn für Richters Mühen: Sie erhält als Organisatorin vom BRK für jeden Spender 7,50 Euro. Natürlich fließt das Geld nicht in ihr eigenes Porte­monnaie; abzüglich geringer Kosten für Verpflegung und Deko, leitet sie es an die Gemeinde Finning weiter, die es für einen noch zu bestimmenden sozialen Zweck verwenden wird. Im Oktober soll es die nächste Spendenaktion geben, gewiss wieder so erfolgreich.

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