Fuchstal ist für Feiern gut gerüstet

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Freuen sich beim Richtfest über den Rohbau des Pfarr- und Gemeindesaals (von links): Die frühere Kirchenpflegerin Ingeborg Völk, Architekt Johannes Wolffhardt, Dekan Oliver Grimm, 3. Bürgermeisterin Franziska Welz, Kirchenpflegerin Ingeborg Hohenadl und Bürgermeister Erwin Karg.

Fuchstal – Der Richtkranz hängt über dem neuen Pfarr- und Gemeindesaal in Leeder. Im Rahmen einer kleinen Feier trafen sich letzte Woche die Handwerker aller Gewerke mit den Vertretern des Gemeinderats, der Verwaltung und der Kirche zum traditionellen Hebauf.

Eigentlich wollte Fuchstals Bürgermeister Erwin Karg beim Richtfest mit Dekan Oliver Grimm zu den Zimmerleuten auf das Dach den neuen Gebäudes steigen. Doch die Geistlichkeit erwies sich als nicht ganz schwindelfrei. Immerhin nahm dann der Rathauschef dem Dekan das Versprechen ab, dass er beim nächsten Richtfest seine Höhenangst überwinden werde. Dass diese Veranstaltung noch im Sommer dieses Jahres bei dem Neubau der Kinderkrippe stattfinden wird, erfuhr Grimm kurze Zeit später. „Kalt erwischt“, meinte Karg mit etwas Schadenfreude gegenüber dem KREISBOTEN.

Der Fuchstaler Ortsteil Leeder ist mit dem Neubau des Pfarr- und Gemeindesaales gut für Veranstaltungen gerüstet. Neben der Fuchstalhalle zwischen Asch und Leeder mit Veranstaltungsmöglichkeiten bis zu 200 Personen kommt ab 6. Oktober der neue Saal hinzu. Er ist auf Feiern und Veranstaltungen bis zu 150 Personen ausgelegt. Den alten Pfarrsaal, der bisher hauptsächlich für kirchliche Veranstaltungen genutzt wird, will die Kirche verkaufen. Der Erlös, den Bürgermeister Erwin Karg auf rund 150000 Euro schätzt, soll mit zur Finanzierung des neues Saales herangezogen werden.

Die Gesamtkosten liegen bei 1,2 Millionen Euro. Die Kostenverteilung zwischen Gemeinde und Kirche liegt bei jeweils rund 50 Prozent. Die Diözese gibt 340000 Euro und die Kirche in Leeder 100000 Euro hinzu. Dazu kommen die 150000 Euro aus dem Verkauf des alten Pfarrsaals, so dass der Kirchenanteil bei 590000 Euro liegt. Allerdings rechnet Erwin Karg mit leichten Baukostenüberschreitungen, die nicht zuletzt auf den Winter sowie Problemen beim Bauuntergrund zurück zu führen sind.

Ursprünglich wollte die Diözese den alten Pfarrsaal renovieren und hatte 340000 Euro dafür bereitgestellt. Der Rathauschef von Fuchstal fand das keine gute Idee. Mit dem Treppenhaus mitten im Gebäude und den fehlenden Parkplätzen war laut Erwin Karg „einfach keine vernünftige Lösung möglich“. So entstand die Idee eines neuen Pfarr- und Gemeindesaales, der sowohl von der Kirche als auch von der Gemeinde genutzt werden kann.

Siegfried Spörer

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