Richtig Gas geben

Die Enttäuschung beim EV Landsberg 2000 saß zuletzt tief. Nach den großen Erfolgen seit der Übernahme durch Trainer Marian Hurtik setzte es zuletzt vier Niederlagen in Folge. Am Dienstag vergangener Woche gab es ein Aussprache zwischen dem Team und Vorstandsmitglied Jochen Mörz. „Ich bin da nicht als Vorstand hin, sondern als ehemaliger Spieler, um zu erfahren, was momentan schief läuft“, sagt der EVL-Vize ganz offen. Einen rechten Grund für die schlechte Leistung gebe es scheinbar nicht, die Spieler seien zufrieden mit ihrer Situation im Verein. „Die Jungs wollen wieder Gas geben“, so der Tenor nach dem Treffen.

Ähnlich äußerte sich auch Marian Hurtik, der sich zumindest mit den Führungsspielern austauschte. „Dabei haben wir festgestellt, dass wir eigentlich nicht schlecht gespielt haben. Gegen Dortmund war es nur das letzte Drittel und in Rosenheim haben wir zu viele Chancen vergeben.“ Im Klartext heißt das: Es liegt weder an der mentalen noch physischen Verfassung. Die Landsberger haben zur Zeit einfach nicht das Glück, das sie noch vor drei Wochen hatten, als die Mannschaft alle Spitzenteams aus dem Weg räumte. Allerdings hat das fehlende Glück auch Folgen, denn EVL-Chef Hans-Jürgen Böttcher habe mittlerweile alle Gespräche zu Vertragsverlängerungen „auf Eis gelegt“. Hoffmann verletzt Unterdessen hat der Coach ein neues Problem. Torhüter Peter Holmgren plagte ein dickes Knie, Derek Switzer eine Grippe. Noch viel schlimmer hat es Martin Hoffmann erwischt. „Er hat sich schon wieder an der Schulter verletzt. Ausgerechnet an der, die bereits operiert wurde.“ Fürs letzte Wochenende stand der erfahrene Abwehrrecke nicht im Kader, wie lange er noch ausfallen wird, bleibt abzuwarten. Hinzu kommt, dass Hurtik derzeit ohne Juniorenblock spielt. „Ich bekomme keine vierte Reihe zusammen und Zeit für Experimente bleibt in der jetzigen Lage auch nicht“, begründet der Übungsleiter die Maßnahme. Außerdem kämen die jungen Spieler nur sporadisch zum Training. Weitere Problemfall für Hurtik ist Ronny Zientek. Am vorletzten Wochenende wurde das einst so hoffnungsvolle Talent zum Kooperationspartner nach Denklingen versetzt. „Er hat in Sachen Disziplin mehrfach über die Stränge geschlagen“, sagt der EVL-Coach. Unter anderem soll sich Zientek bei einem Juniorenspiel „schlecht benommen“ haben. Die Türe zur 1. Mannschaft ist für den erst 20-Jährigen aber noch nicht zu. „Wenn er sich wieder benimmt, lasse ich mit mir reden.“

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