Auf dem richtigen Weg

Am Sonderpädagogischen Förderzentrum wird derzeit saniert, um Heiz- und Stromkosten zu sparen. Foto: Bauch

Die Energiewende hat auch den Landkreis längst erreicht. In der jüngsten Kreistagssitzung hat Christian Kusch seinen Energiebericht der vergangenen vier Jahre vorgestellt. Insgesamt sei man auf einem guten Weg, so seien bisher pro Jahr rund 216000 Liter Heizöl eingespart worden, erläuterte der Kreisbaumeister.

Insbesondere der energetischen Sanierungen vieler Landkreis-Gebäude sei es zu ver-danken, dass die Gesamtausgaben für Wärmeenergie um 135615 Euro sanken, das seien immerhin 12,3 Prozent. Zwar habe sich die Fläche durch den Bau der Realschule Kaufering und die Anbauten der Beruflichen Schulen um 9004 Quadratmeter vergrößert, doch der Wärmeenergieverbrauch habe sich um über 500 Megawattstunden jährlich reduziert. Erfreulich sei zudem, dass der Ausstoß von Treibhausgasen um bisher rund 506 Tonnen reduziert werden konnte. „Jedoch sind die Ausgaben für Strom um 13,9 Prozent gestiegen“, berichtet Kusch. Der Verbrauch der Heizwärmeenergie sei recht durchwachsen gewesen: Etwa sei er beim Ammersee-Gymnasium fast unverändert geblieben, durch die Sanierungen am Sonderpädagogischen Förderzentrum indes stark gesunken. Beim Warmfreibad Thaining jedoch habe er sich merklich erhöht. „Dort ist eine Wärmepumpe ausgefallen, daher wurde mit einer mobilen Anlage geheizt.“ Und das habe hohe Kosten verursacht. Kusch schlägt vor, für das Bad einen Wärmekessel kombiniert mit Solarthermie anzuschaffen. „Die Mittel dafür sind im Haushalt schon vorgesehen.“ Die Prognose des Kreisbaumeisters sieht eine Reduzierung der Wärmeenergie um 1500 Megawattstunden pro Jahr bis 2016. Bis dahin soll auch der Heizwärmeverbrauch um etwa 20 Prozent sinken, wie es auch das Energiekonzept der Bundesregierung vorsieht. Das könne zum einen durch die Sanierungen der Gebäude geschehen, aber man müsse vor allem die Heizsteuerung optimieren. „Unter dem Strich sind wir auf einem guten Weg“, meinte Landrat Walter Eichner (CSU). Die Kreisräte waren sich ebenso einig: Man arbeite im Landkreis erfolgreich an der Fortsetzung der Energiewende. Und Christian Kusch, der eine Fortbildung zum Energiemanager ab­solvierte hat, ist sich sicher: „Wir haben die richtigen Entscheidungen getroffen.“ Der Kreisbaumeister wolle sich selbst weiterhin um den Verbrauchsbericht sowie um neue Konzepte, Betriebsoptimierung und Gebäudeanalysen kümmern. In Zukunft, schlug Landrat Eichner vor, soll er dann in jeder ersten Kreistagssitzung des Jahres einen Energiebericht vorstellen.

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