Riese im Teich - Paul Kothmeier fängt "Hecht seines Lebens"

Den Fang seines bisherigen Anglerlebens hat Paul Kothmeier gemacht. Der Petrijünger aus der Lechstadt zog am Montag vergangener Woche eine 1,27 Meter langen und 15,35 Kilogramm schweren Hecht aus dem Kordesweiher.

Großes Gewässer, große Fische? Dass davon nicht immer die Rede sein kann, das hat Kothmeier an diesem herrlichen Spätherbsttag eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Der Kordesweiher, unmittelbar an der Lech–Staustufe 15 nahe der ehemaligen Lechrainkaserne gelegen, ist ein eher unscheinbares Gewässer, gespeist vom Wiesbach und gepachtet von den „Petrijüngern Kaufering“ unter dem Vorsitz von Manfred Zingl. Gerade mal einen Hektar ist er groß, nicht besonders tief und zum Teil stark mit Wasserpflanzen durchsetzt – ein kleines Idyll also, in dem niemand einen derart großen (Raub)Fisch vermuten möchte. Auch Paul Kothmeier dachte an diesem sonnigen Herbsttag nicht eine Sekunde an das große Anglerglück. Er wollte einfach nur einen „schönen Hecht“ fangen, beteuert er. Den besonders fängigen „Wobbler“ aus Kunststoff, der beim Einholen einen kranken Fisch imitiert, hatte er schon oft und an immer neue Stellen ausgeworfen. Doch es blieb alles ruhig, kein einziger Biss. Gewaltiger Ruck Dann versuchte es Kothmeier an einer für die „Dicken“ eigentlich viel zu flachen Stelle – und hatte Erfolg. Der Riesenhecht konnte der vermeintlichen Beute nicht widerstehen. Der gewaltige Ruck an der Angel ließ den Adrenalinspiegel des Petrijüngers sprunghaft in die Höhe schnellen. „Ich dachte im ersten Moment, an einer Wurzel hängen geblieben zu sein, doch dann setzte sich der Riese in Bewegung“, beschreibt der Fänger. Geduld üben und vor allem mit viel Feingefühl den Fisch „müde drillen“ war jetzt angesagt. Nach 30 Minuten war der Hecht so erschöpft, dass ihn Kothmeier mit der Hand aus dem Wasser ziehen könnte, was bei 15,35 Kilogramm Gewicht und angesichts der messerscharfen Hechtzähne kein leichtes Unterfangen ist.

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