Die Ritter bringen viel Gäste – Positive Bilanz des Hotel- und Gaststätten-Verbandes und viele Ideen

Die Stimmung muss besser werden, für Klaus Richter, Kreisvorsitzender des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes (BHG), war dies das Fazit für 2008 und der Ausblickauf 2009. Bei der Jahreshauptversammlung im Seefelder Hof in Dießen zeigten sich die Mitglieder teilweise zufrieden mit der Umsatzsituation, „obwohl einiges im Argen liegt“. Zu monieren gab es viel an den politischen Rahmenbedingungen, unter denen die Hotel- und Gaststättenbranche zu leiden habe.

Zwei herausragende Themen waren dabei die leidige Diskussion um das Rauchverbot in den Gaststätten und die vollen Mehrwertsteuersätze, zu denen die Branche veranlagt wird. Zunächst jedoch hatte Kreisvorsitzender Richter durchaus Positives zu vermelden. Die Mitgliederzahl sei mit knapp 100 stabil. Allerdings würden immer wieder kleinere Betriebe den Verband verlassen, dafür kämen allerdings verstärkt größere hinzu. Richter machte darum erneut aufmerksam auf die Vorteile einer Mitgliedschaft, wie etwa eine fundierte Rechtsberatung. Vor allem aber sei die Solidarität untereinander ein gewichtiges Argument. Dazu passten dann auch die Ehrungen, denn für 20 Jahre Mitgliedschaft im Bayerischen Hotel- und Gaststättenverband wurden Renate Walch von der Sportgaststätte Geltendorf und Renato Jost, Chef der Gestütsgaststätte in Achselschwang ausgezeichnet. Therme am See Im Landkreis Landsberg waren im abgelaufenen Jahr 350000 Übernachtungen gemeldet, was ein Umsatz von 150 Millionen Euro bedeutet. Dadurch kann das Hotel- und Gaststättengewerbe 3000 Arbeitsplätze anbieten. Großveranstaltungen wie die Ritterspiele in Kaltenberg hatten der Region in diesem Jahr allein 10000 Übernachtungen gebracht, weil sowohl Familien wie Firmen diese Events nutzten und zum Beispiel Schulungen damit verknüpfen. Daraus folgerte Richter weiter, dass man einen „Leuchtturm“ brauche, ein Highlight wie etwa ein Golfplatz oder eine Therme am Ammersee. Was von den anwesenden Kollegen allerdings auch kritisch gesehen wurde. Nur ein Mausklick Einen sehr positiven Effekt habe die „Metropolregion München“, von der man im Landkreis „nur einen Mausklick entfernt“ sei. Während des Oktoberfestes oder bei Messen werde zunehmend auf das Zimmerangebot der Lech-Ammersee-Region zurückgegriffen, weil viele die Preise in München nicht mehr zahlen wollen. Richter warb darum, die Portale zu nutzen, um im Internet präsent zu sein. Immer allein gelassen Ein äußerst leidiges Thema ist für Klaus Richter der hohe Mehrwertsteuersatz, weil „man uns immer allein gelassen hat“ und „weil wir viele kleine sind“. Jetzt habe endlich die Regierung die Forderung der Gastronomie unterstützt und bei der Landtagswahl seien die geforderten verminderten Steuersätze erstmals Thema gewesen. In anderen Ländern Europas wären die reduzierten Abgaben schon lange Realität. Was immer noch oder schon wieder in der Diskussion ist, sei das Rauchverbot. Man hoffe aber, dass die Zwei-Raum-Regelung wie in Baden-Württemberg jetzt kommen werde. Vor allem aber, so Richter weiter, wünsche man sich ein klare Entscheidung, nach der sich die Branche richten könne. Nach dem Bericht des Kassenwarts und dessen Entlastung wies Klaus Richter noch auf den Weihnachtsmarkt in Landsberg hin. Die Hoga-Mitglieder wollen sich dort am 17. Dezember um 19 Uhr in der Zederbräupassage treffen.

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