Geschichte und Geschichten

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Museumsleiterin Sonia Fischer und der Vorsitzende des Ruethenfestvereins Tobias Wohlfahrt eröffneten am Donnerstag die Ausstellung, bei der unter anderem historische Kostüme zu sehen sind.

Landsberg – Alle vier Jahre erwecken mehr als 1000 Kinder die Landsberger Stadtgeschichte während des Ruethenfests zum Leben. Als Einstimmung darauf und als „Vorinformation“ zu den Rollen der Kinder widmet das Neue Stadtmuseum dem traditionsreichen Kinderfest eine wunderbar lebendige und interessante Ausstellung, die am Donnerstag eröffnet wurde.

„Das Ruethenfest ist erlebte Geschichte“, erklärte der Vorsitzende des Ruethenfestvereins, Tobias Wohlfahrt in seinem Grußwort bei der Eröffnung. Doch diese Geschichte sei unerschöpflich, denn „jedes Kind erlebt sein ganz eigenes Ruethenfest, so kommen jedes Mal viele hundert neue Geschichten dazu“. Und auch diese kommen in der Ausstellung zu Wort. Mittels Audioeinspielungen erzählen ehemalige Mitwirkende ihre eigenen, persönlichen Ruethenfest-Erinnerungen. 

Doch auch die Historie des Festes wird beleuchtet, alte Plakate, Fotos und Kostüme sind zu sehen wie zum Beispiel das erste Gewand von „Ludwig dem Bayern“ oder eines schwedischen Soldaten. Urkunden, Gemälde und andere Objekte beleuchten den geschichtlichen Hintergrund der Szenen: wer war Ludwig der Bayer überhaupt und was tat er in Landsberg? Wer war Herzog Ernst und warum waren die Panduren so gefürchtet? Doch was ist eigentlich das Besondere dieses Fests, was macht seinen besonderen Stellenwert in Landsberg aus? 

Museumsleiterin Sonia Fischer führt dies auf die hohe emotionale Bindung der Mitwirkenden und ihrer ganzen Familien zurück. „Nicht nur die Kinder schlüpfen in historische Rollen, die ganze Familie nimmt Anteil.“ Außerdem vereine das Fest viele Bevölkerungsteile und wirke identitätsstiftend. Umrahmt wurde die Eröffnung vom Blechbläserquintett Lechblech (Severin Menten, Luise Feldhege, Ella Neunzert, Cornelius Kellerstraß und Philipp Schwärzer), die mit originalen Ruethenfest-Klängen Vor- freude auf den Juli weckten. 

Die Ausstellung, die in Zusammenarbeit mit dem Ruethenfestverein, dem Stadtarchiv und der Stadtpfarrei Mariä Himmelfahrt entstand, ist noch bis zum Hauptwochenende des Festes (26. Juli 2015) von Di. bis Fr. 14 – 17 Uhr und Sa./So. und Feiertag von 11-17 Uhr geöffnet. Das Begleitprogramm findet sich unter www.museum-landsberg.de.

Patricia Eckstein

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