Die Rote Laterne abgegeben – EVL 2000 siegt 4:2 im Kellerderby

Eigentlich könnte doch die Oberliga-Saison für den EV Landsberg 2000 jetzt schon vorbei sein. Am 42. Spieltag, also am Sonntag hat die Mannschaft ihr Saisonziel erreicht: sie ist nicht mehr Tabellenletzter. Zuvor hatte die Truppe mit Mühe in Miesbach mit 4:2 gewonnen. Es war gleichzeitig die Wiedergutmachung für die 2:5-Pleite 48 Stunden zuvor gegen den ewigen Erzrivalen Starbulls Rosenheim.

Die Vorzeichen gegen die Starbulls aus Rosenheim standen mehr als schlecht. Beim EVL fehlten in der Abwehr der gesperrte Clayton Barthel und der immer noch nicht fitte Andreas Widmann. Außerdem war die Stimmung nach dem jüngsten Null-Punkte-Wochenende mit 17 Gegentoren alles andere als blendend. Auf der anderen Seite haben die Rosenheimer Altstar „Mondi“ Hilger reaktiviert und vom Zweitligisten Crimmitschau Sebastian Lehmann geholt. Schon nach wenigen Sekunden hatten die Landsberger die Gelegenheit dem haushohen Favoriten ein Bein zu stellen. Nach nur 13 Sekunden musste Dylan Stanley auf die Strafbank. Die numerische Überlegenheit indes verpuffte viel zu schnell. Rosenheim versuchte danach das Heft in die Hand zu nehmen, der EVL hielt aber gut dagegen. Dennoch gingen der SBR nach acht Minuten mit 1:0 in Führung. Ryan Fairbarn passte einen Landsberger Befreiungsversuch an der blauen Linie ab, bediente am rechten Pfosten blind Ron Newhook und der musste die Scheibe nur noch über die Torlinie zu schieben. Die Mannen von Franz-Xaver Ibelherr ließen sich davon aber überhaupt nicht beeindrucken und kämpften sich zurück. In der 17. Minute wurden sie dann auch belohnt. In Überzahl wuselten sich Jordie Preston und Alex White bis zum Torraum vor, Preston verwandelte schließlich einen Abpraller am linken Pfosten zum 1:1. Eigentor zum 1:2 Im zweiten Abschnitt bekamen die 792 Fans am Hungerbachweg zunächst ein äußerst niveauarmes Spiel zu sehen, dann auch noch ein Eigentor. Ein Schussversuch von Ron Newhook ging einem Landsberger an den Schlittschuh und von dort aus durch die Schoner von Torwart Peter Holmgren ins Tor – 1:2 (28.). Zwar hatte Markus Rohde wenig später den Ausgleich auf dem Schläger, die Treffer machten aber die Starbulls. Keine zwei Minuten nach der Rosenheimer Führung hielt Sebastian Lehmann bei einem Querpass einfach den Schläger zum 1:3 (29.) hin. Auf der anderen Seite die Chance zum Anschlusstreffer. Sebastian Wolschs Versuch rutschte zwar unter SBR-Goalie Claus Dalpiaz durch, die Scheibe blieb aber am linken Pfosten liegen (33.). Dylan Stanley machte dann in der 37. Minute endgültig den Sack zu. Nach einem groben Schnitzer von Dominik Nörenberg an der eigenen blauen Linie lief er alleine auf Peter Holmgren zu und versenkte den Puck zum 1:4. Wenigstens durften die EVL-Fans im letzten Drittel noch einmal jubeln. Im dritten Überzahlspiel bombardierten die Landsberger quasi den Kasten der Gäste, bis Patrick Gruber die Scheibe an drei liegenden Rosenheimern vorbei in den rechten Winkel zum 2:4 lupfte (48.). Als Brent Fritz dann noch die gute Chance zum Anschlusstor hatte, zog SBR-Coach Franz Steer die Handbremse und nahm seine Auszeit. Landsberg machte zwar auch danach mächtig Dampf auf den Rosenheimer Kasten, die Gäste trafen aber mit dem nächsten guten Angriff zum 2:5. Simon Wenzel hatte den Puck clever an den rechten Pfosten verlängert, wo Dylan Stanley nur noch eindrückte (52.). Bei EVL-Coach Ibelherr machte sich nach dem Spiel Ernüchterung breit. „Alles was wir uns schon einmal erarbeitet haben, ist plötzlich wieder weg – wir haben uns heute selbst geschlagen“. Die Standpauke, die er seinen Spielern nach der Partie hielt, schien am Sonntag im direkten Duell um den vorletzten Tabellenplatz beim TEV Miesbach aber scheinbar nicht geholfen zu haben. Zumindest nicht im ersten Drittel. In der sehr zerfahrenen Partie ließ immer wieder große Chancen zu. Alleine Peter Holmgren war es zu verdanken, dass beide Teams torlos in die erste Drittelpause gingen. Schlag auf Schlag Nach dem Wechsel fielen die Treffer dagegen quasi im Minutentakt. Vor allem Jordie Preston und Noah Katz drehten mächtig auf. Mit jeweils feinen Einzelleistungen schossen sie von der 24. bis zur 28. Minute eine 0:3-Führung heraus. Die arg dezimierten und ersatzgeschwächten Miesbacher ließen aber nicht locker und versuchten mit Kampf das Blatt noch einmal zu wenden. Tatsächlich gelang dem TEV durch Sebastian Deml in der 38. Minute der 1:3-Anschlusstreffer. Der Torjubel der Hausherren dauerte aber keine 90 Sekunden, da legte der EVL noch einmal nach. Paul Caponigri bewies einmal mehr sein gutes Auge, bediente mit einem wunderschönen Pass Daniel Nörenberg, der zum 1:4 (39.) abschloss. Im letzten Drittel hatten die Landsberger die Sache im Griff. Chancen waren sogar da, das Spiel deutlicher zu gewinnen. Stattdessen gelang Waldemar Detterer für Miesbach nur noch das 2:4 (46.). Derby am Freitag Ob der Sieg der Mannschaft die nötige Sicherheit für die nächsten Spiele gibt, wird sich am kommenden Wochenende herausstellen. Am Freitag steht das Derby gegen den ESV Kaufbeuren an (20 Uhr), am Sonntag geht es zum Tabellenfünften nach Passau.

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