Wohnmobilhandel auf der grünen Wiese?

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Diese alte Hofstelle an der Kreisstraße von Rott nach Dießen soll zu Kfz-Karosseriewerkstatt mit Wohnmobilhandel und -vermietung umgenutzt werden. Obgleich erste Fakten bereits geschaffen sind, lehnte der Gemeinderat den entsprechenden Antrag ab.

Rott – Wenn es darum geht neues Gewerbe in bestehende Gebäude anzusiedeln, stößt man bei kleineren Kommunen meist auf offene Ohren. In Rott löste der Antrag der „Handler mobile GmbH“ auf Nutzungsänderung eines ehemaligen landwirtschaftlichen Anwesens östlich der Lechraingemeinde jedoch wenig Begeisterung bei Bürgermeister und Rat aus.

Die Firma will auf der Hofstelle, die rund einen Kilometer östlich des Rotter Ortsschilds an der Kreisstraße nach Dießen liegt, eine Kfz-Karosseriewerkstätte, einen Automobilhandel und eine Wohnmobilvermietung einrichten. Zum Teil sind dafür schon Fakten geschaffen worden.

„Nach dem Baugesetzbuch kann das umgewandelt werden, die Entscheidung trifft aber das Landratsamt“, erklärte Bürgermeister Quirin Krötz. Er selbst steht dem Projekt skeptisch gegenüber. „Ich halte das für eine Zersplitterung und Zersiedelung“, so Krötz, der befürchtet, dass danach Werbeanlagen und ein Wohnhaus folgen. „Und irgendwann ist das dann ein Gewerbegebiet“, orakelte Krötz.

Nicht privilegiert

Im Gegensatz zur bisherigen Nutzung als landwirtschaftliches Anwesen, sei das ganze Vorhaben im Außenbereich nicht privilegiert, führte das Gemeindeoberhaupt weiter aus. „Eine Wohnwagenvermietung hat mit Land- und Forstwirtschaft nichts zu tun.“

Für etwas Verwunderung im Gemeinderat sorgte auch der Hinweis, dass auf dem vor ein paar Monaten verkauften Hof bereits erste Arbeiten, die in Richtung des neuen Gewerbes zielen, stattfanden. „Die Hallen wurden renoviert und das war auch nicht zu beanstanden, die Baukontrolleure waren mehrfach draußen“, berichtete der Rathauschef. Bei der kurzen Diskussion klang auch bei den Gemeinderäten die Skepsis gegenüber dem Vorhaben durch. Sie votierten schließlich einstimmig gegen die Erteilung des gemeindlichen Einvernehmens.

Wie es jetzt weitergehen soll, liegt in der Hand des Landratsamtes.

Roland Halmel

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