KiGa-Gebühren steigen

Kindergartenplätze in Rott werden teurer

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Die Gebühren für den Rotter Kindergarten werden in zwei Stufen erhöht. Der Staat übernimmt Kosten, sofern ein geplantes Gesetz tatsächlich beschlossen wird.

Rott – Vor zwei Jahren beschäftigte sich der Rotter Gemeinderat zuletzt mit den Kindergartengebühren. In der jüngsten Sitzung stand das Thema jetzt erneut auf der Tagesordnung. „Ich denke es ist besser in regelmäßigen Abständen ein bisschen erhöhen, als einmal richtig viel“, erklärte Wolfgang Hentschke, der Geschäftsstellenleiter der Verwaltungsgemeinschaft Reichling, bei der Vorstellung der neuen Gebührensätze.

„Regelmäßige Erhöhungen sind auch gerechter für die Eltern,“ sprach sich Rotts Bürgermeister Quirin Krötz ebenfalls für überschaubare Anpassungen in dafür nicht zu langen Zeitabständen aus.

Bei einer tägliche Buchungszeit von fünf Stunden sah der Vorschlag vor den bisherigen Satz für Regelkinder von 91 Euro auf 94 Euro im Monat für das im September beginnende Kindergartenjahr zu erhöhen. Ab September 2020 soll dann eine weitere Steigerung auf dann 97 Euro erfolgen.

Wobei der bayerische Staat dafür sorgt, dass die Eltern für diesen Betreuungsumfang zukünftig gar nichts mehr bezahlen müssen. Voraussetzung ist allerdings, dass das dafür geplante Gesetz auch in die Tat umgesetzt wird. Dieses sieht vor, dass die Kommunen als Träger der Einrichtungen pro Kind und Monat 100 Euro bekommen. Diese Förderung soll bereits ab dem ersten Jahr an wirksam sein und nicht nur wie bisher erst ab dem dritte Kindergartenjahr. Damit wären auch die Kosten für die Kleinkinder in der Krippe deutlich geringer. Auch dieser Satz soll in Rott angehoben werden.

Für die Regelbetreuung von fünf Stunden täglich, die bisher 147 Euro kostete, werden dann ab September 160 Euro und im nächsten Jahr 173 Euro fällig. „Das ist zwar eine überproportionale Anhebung, Reichling hat das beispielsweise schon beschlossen und in anderen Kindergärten sind die Krippenplätze wesentlich teurer,“ warb Hentschke für diese Lösung.

Zudem plädierte er für die Einführung einer pauschalierten Essensgeldabrechnung, die die Einzelabrechnung ablösen sollte. „Das vereinfacht die Verwaltungsarbeit enorm,“ sieht Hentschke dabei großes Einsparungspotential, da die Verwaltungsgemeinschafts-Mitarbeiter für die Abrechnung bisher regelmäßig zahlreiche Arbeitsstunden aufwendeten. „Das ist letztlich teuer erkaufte Gerechtigkeit“, argumentierte Hentschke. Dem Vorschlag und auch der stufenweisen Erhöhung der Kindergartenbeiträge, stimmte das Ratsgremium mit einer 10:2 Stimmenmehrheit zu. 

Roland Halmel

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