"Mächtige" Gartenbauer

+
Ausgeschiedene und neue Gartenbauvereins-Vorstände wurden beim Jahresschluss von Vize-Landrat Peter Ditsch, Kreisgeschäftsführerin Susann Huttenloher (beide ganz links) und dem Kreisvorsitzenden Herbert Feyrsinger (rechts) verabschiedet beziehungsweise begrüßt.

Landsberg – Der Kreisverband für Gartenbau und Landespflege hat ein abwechslungsreiches Jahr hinter sich, wie bei der Abschlussveranstaltung im Sitzungssaal des Landratsamts deutlich wurde. Eine Fotoausstellung stimmte dabei bereits auf 2016 ein, das dem Schwerpunktthema bienenfreundlicher Garten gewidmet sein soll.

Kreisvorsitzender Herbert Feyrsinger sprach in seinem Rückblick von einem erfolgreichen Garten- und Vereinsjahr, das unter anderem eine Neuwahl des Kreisvorstands mit sich brachte. Geändert hat sich jedoch bis auf die Besetzung von zwei Beiratsposten nichts. „Der bisherige Vorstand ist komplett wieder angetreten und wiedergewählt worden“, so Feyrsinger.

Insgesamt sind laut Peter Ditsch im Landkreis rund 8000 Hobbygärtner in 37 Vereinen organisiert. „Da seid‘s schon eine Macht“, so der Vize-Landrat an die Adresse der rund 100 anwesenden Vorstände. Leider werde es immer schwieriger, die junge Generation für das Thema zu begeistern. „Aber vielleicht muss man reifen, um Gärtner werden zu können.“ Kreisgeschäftsführerin Susann Huttenloher bedauerte, dass die Jugendleiterfortbildung, die erst vor wenigen Wochen im Landratsamt stattfand, nur zehn Interessierte angelockt habe. Zum Grundkurs für Gartenpfleger hätten sich dagegen im zu Ende gehenden Jahr so viele Teilnehmer angemeldet wie noch nie.

Über 200 Aktive im Landkreis haben die Ausbildung bereits absolviert. Kreisvorsitzender Feyrsinger übte Kritik an der vom Landesvorstand praktizierten „Basisdemokratie“. Diese führt offenbar dazu, dass sich zu den im Internet veröffentlichten Fachseminaren und Infotagen zunehmend Seiteneinsteiger anmelden, die ihren örtlichen Verein und den Kreisvorstand umgehen. „Was im Internet steht, dient nur der Information“, stellte Feyrsinger klar. „Anmeldungen sollen über die Kreisgeschäftsstelle oder den örtlichen Vorstand erfolgen, das ist der Gang der Dinge.“ Dabei solle man Interessenten bevorzugen, die sich auch sonst im Verein engagieren.

Schließlich handele es sich bei den Seminaren um „hochsubventionierte Veranstaltungen“, die teilweise aus Mitgliedsbeiträgen bezahlt würden. Im kommenden Jahr stehen unter anderem ein Kreisverbandsausflug, eine Lehrfahrt sowie ein Aktionstag zum Thema bienenfreundliche Gemeinde an. Wenn sich ein Verein als Ausrichter findet, werde man auch wieder den Tag des Baumes mit einer Pflanzaktion begehen, kündigte Huttenloher an. Heuer fand dieser in Eching statt, wo auf dem Dorfanger ein Gingko-Baum („der älteste Baum der Erde“) gepflanzt wurde. Am Tag der offenen Gartentür beteiligt sich der Kreisverband turnusmäßig alle drei Jahre.

2017 ist es wieder soweit, und Huttenloher will im kommenden Jahr geeignete Gärten dafür auswählen. Unter Umständen werde noch vorher auf Landkreisebene ein kleinerer Tag der offenen Gartentür veranstaltet. „Vielleicht organisieren das ein paar Vereine gemeinsam“, hofft Huttenloher, die mit der Kreisgeschäftsstelle vor wenigen Tagen aus dem Landratsamt in die Saarburg­straße 3 umgezogen ist. Mit der Begrüßung neuer und der Verabschiedung ausgeschiedener Vereinsvorstände endete der offizielle Teil der Veranstaltung. Im Anschluss hörten die Teilnehmer einen Vortrag über bienenfreundliche Gärten.

Ulrike Osman

Auch interessant

Meistgelesen

Geister steigen aus dem See
Geister steigen aus dem See
Umzug startet mit Schreck
Umzug startet mit Schreck
Hoher Schaden, keine Beute
Hoher Schaden, keine Beute
Kaltenbergs "letzter Ritter"
Kaltenbergs "letzter Ritter"

Kommentare