UBV rüstet mit neuer Spitze für die Wahl 2014

Die UBV hat einen neuen Vorstand, angeführt von Dr. Boerrries Graf zu Castell. Nachdem die bisherige Führungsmannschaft, wie im Dezember angekündigt, geschlossen ihren Rücktritt erklärt hatte (der KREISBOTE berichtete), fanden am Freitag Abend in der Gaststätte Lechau Neuwahlen statt.

Zum 1. Vorsitzenden wurde Dr. Boerries Graf zu Castell gewählt, sein Stellvertreter ist Prof. Dr. Michael Kortstock. Den Posten des Kassiers übernimmt Dr. Franz Nimführ, Schriftführer wird Andreas Mayr und Beisitzer Wolfgang Gottschalch. Das neue Vorstandsteam will verstärkt junge Mitglieder werben und hat bereits die Kommunalwahl 2014 im Blick. „Ich sehe mich nicht als Retter der UBV, sondern als Koordinator“, betonte Castell nach der Blockabstimmung, die die vorgeschlagenen Kandidaten mit 15:1 für sich entschieden. „Wir wollen neu anfangen.“ Castell zeigte sich froh darüber, dass keiner der ehemaligen Vorstände die Gruppierung ganz verlassen hat. Mit Kortstock ist sogar einer von ihnen wieder im Führungsteam vertreten. Schlechte Konstellation Die Ursache für die vorangegangenen Unstimmigkeiten, die zum gemeinsamen Rücktritt geführt hatten, sei in der „schlechten Konstellation“ zu suchen, die vorliege, „wenn Fraktion und Vorstandschaft getrennt sind“, erklärte Castell. Die Kommunikation zwischen beiden sei schwierig gewesen. Die Nachfrage eines Mitglieds nach den genauen Gründen für den Rücktritt blieb unbeantwortet. „Wir machen hier keine Vergangenheitsbewältigung, son­dern wollen nach vorne schauen“, entgegnete Carola Schmidberger. Positiv über den Neubeginn äußerte sich auch Bürgermeister Dr. Klaus Bühler. Er wolle nicht nachtarocken, „aber mit dem Inhalt des Rücktrittsschreibens bin ich nicht ein­verstanden“. Darin hatten die scheidenden Vorstände erklärt, eine weitere Zusammenarbeit mit dem Bürgermeister sei nicht möglich und auch nicht erwünscht. Mit Castell, Kortstock und Gottschalch sind nun Gemeinderäte in der UBV-Spitze vertreten, die Castell nach Möglichkeit noch erweitern möchte. Außerdem sollen verstärkt Neuzugänge geworben werden. Die Unabhängigen wollen Ideen sammeln und sich bereits jetzt für die Kommunalwahl 2014 positionieren, wenn neben einem neuen Gemeinderat auch ein neuer Bürgermeister ins Amt kommt. Bühler hat angekündigt, nach dieser Amtszeit in den Ruhestand zu gehen. Nothelfer Nimführ Nimführ betonte, die UBV sei die wesentliche gestalterische Kraft in der Marktgemeinde Kaufering und müsse sich dessen wieder bewusst werden. „Zur Gestaltung braucht man Mehrheiten“, so Nimführ. „Der Mannschaftsgeist muss wieder her.“ Der 71-Jährige sieht sich als „Nothelfer“, der nun eine Amtsperiode lang „zur Beruhigung beitragen und den Zusammenhalt in der UBV wieder herstellen“ will.

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