Tag der offenen Tür

Sorgenfrei ins Klinikum

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Wie sieht ein gesunder Darm aus, wie ein kranker? Das 20 Meter lange begehbare Darmmodell gab darüber Aufschluss.

Landsberg – Mit rund 3000 Besuchern war der „Tag der offenen Tür“ am Klinikum Landsberg aus Sicht der Krankenhausverwaltung ein „voller Erfolg“. Die Besucher hätten von allen Informationsangeboten regen Gebrauch gemacht, so Vorstand Peter Rahn. Die überlebensgroßen Modelle von Organen, der SAR-Rettungshubschrauber, die Rettungshundestaffel des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) – es gab eine Menge zu sehen an diesem Samstag.

„Alles, was mit Apparaten zu tun hat“, erfreute sich besonders großen Interesses, berichtet Rahn. Das galt für die Endoprothetik ebenso wie für die Endoskopie und generell für das ambulante OP-Zentrum sowie für die Dialyse- und Ultraschall-Vorführungen. Bereits kurz nachdem das Klinikum um 10 Uhr seine Pforten für die Besucher geöffnet hatte, füllte sich der Parkplatz. „Es war ganz schnell die Hölle los“, so Rahn. Die Besucherzahl vom letzten „Tag der offenen Tür“ – das war vor fünf Jahren – seit deutlich übertroffen worden.

Bunte Linien am Boden halfen den Besuchern bei der Orientierung im Krankenhauskomplex, allenthalben ermöglichten offenen Türen einen Blick hinter die Kulissen. „Eine Veranstaltung wie diese ist eine der wenigen Möglichkeiten, sich dem Bürger zu präsentieren, ohne dass er krank ist“, sagt Vorstand Rahn. Der Besuch habe vielen hoffentlich die Angst vor einem Krankenhausaufenthalt genommen und ihnen die Bandbreite ihres Heimatkrankenhauses vor Augen geführt

Draußen im Garten warteten nicht nur Speis und Trank im Biergarten-Ambiente, sondern auch begehbare Modelle von Darm und Gebärmutter. Das Darm-Modell zeigte neben einem gesunden Abschnitt auch verschiedene Krankheitsbilder beziehungsweise die Vorstufen dazu und informierte auf Schautafeln über Risiken und Prävention. Im Zelt neben dem Gebärmuttermodell stand Oberarzt Kiriakos Savidis als Ansprechpartner für Fragen zur Verfügung. Hauptthema hier: die Impfung gegen HP-Viren.

Auch im ersten Stock gab's Modelle zu sehen, in diesem Fall die Kinderstation im Miniaturformat. Mitarbeiterinnen hatten die Räumlichkeiten mit Playmobil-Figuren rekonstruiert und ermöglichten somit einen Einblick in Patienten-, Arzt- und Aufenthaltsräume, ohne den Betrieb auf der Station zu beeinträchtigen.

Draußen führten derweil ehrenamtliche Hundeführer des BRK mit ihren Vierbeinern vor, wie Personensuche funktioniert. In kleinen Spielhäusern, die eigens aufgebaut worden waren, versteckten sich Helfer mit Kindern aus dem Publikum, die dann von den Hunden aufgespürt wurden. Gleich daneben der Hubschrauber-Landeplatz, von dem am Nachmittag der SAR-Rettungshubschrauber abhob.

Für die Fachvorträge, die den ganzen Tag über liefen, hatte man Themen ausgewählt, die viele Menschen direkt oder indirekt betreffen – Schlaganfall und chronische Schmerzen, Depression und Burnout, Sodbrennen und Gedächtnisstörungen.

Ulrike Osman

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