"Wie soll Kultur aussehen?"

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Eine beeindruckende Zahl Landsberger Kulturschaffender aller Sparten hatte sich am Dienstag zum „Runden Tisch Kultur“ im Stadttheater eingefunden.

Landsberg – Es war ein sehr großer, eckiger „Runder Tisch Kultur“, der am vergangenen Dienstagabend im Theater-Foyer stand, rundherum saßen Vertreter nahezu aller kulturell aktiven Institutionen, Gruppierungen und Vereine zum Informations- und Gedankenaustausch.

„Kultur ist das, was die kulturell aktiven Bürger daraus machen“ überschrieb Oberbürger- meister Mathias Neuner dieses Treffen: „Die Stadt kann nur die Rahmenbedingungen schaffen“. Um diese Rahmenbedingungen zu optimieren, sei nun das Entwicklungskonzept „Zukunft am Lech“ geplant, das sich primär mit der Frage „Wie soll die Kultur in Landsberg aussehen“ befassen soll und natürlich auch damit, die dafür erforderlichen Mittel zu beschaffen. „Doch um dieses Konzept zu füllen, brauchen wir Sie“, betonte Neuner. Landsberg biete eine „Kulisse, die ihresgleichen sucht“, das habe auch die Entscheidung der Macher des Snowdance-Festivals gezeigt, Landsberg als künftigen Festivalsort zu etablieren. Für eine bessere Koordination der vielen Angebote bat Kulturbüro-Leiterin Claudia Flörke darum, das Angebot des Kultur- büros aktiver zu nutzen. Gerade im Hinblick auf eine längerfristige Planung sei es hilfreich, sich vorher bei ihr über eventuell ähnliche Veranstaltungen kundig zu machen oder das Kulturbüro in die Planung mit einzubeziehen. 

Besser erreichbar

Hilfreich in dem Zusammenhang ist vielleicht die künftig leichtere Erreichbarkeit des Kulturbüros. Da das Büro im obersten Stockwerk des Kavaliers- turms aus Brandschutzgründen nicht länger genutzt werden darf (der KREISBOTE berichtete), wird das Kulturbüro übergangsweise im Magistrats- zimmer des Alten Rathauses untergebracht. „Das ist ein würdiger Rahmen für die Kultur, trotzdem ist das langfristige Ziel, eine endgültige, vernünftige Bleibe zu suchen“, erklärte der OB. Favorit sei nach wie vor das Lehrerwohnhaus am Spitalplatz. 

Mit einem Ausblick auf einige Termine 2015/2016 schloss die Veranstaltung: Das Stadtarchiv plant eine Ausstellung zum Jahrestag des Kriegsendes, die das Leben in Landsberg zwischen April 1945 und Januar 1946 thematisiert, weitere Ausstellungen des Neuen Stadtmuseums befassen sich mit dem Ruethenfest oder Johnny Cash (in Zusammenarbeit mit Edmund Epple).

Patricia Eckstein

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