Runter vom Gas

Auf der neuen B17 im Bereich Kaufering soll laut Beschluss des Marktgemeinderates künftig eine zulässige Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h gelten. Foto: Bauch

Die Sicherheit auf der neuen B17 hat die Kauferinger SPD-Fraktion schon seit Längerem beschäftigt. Aufgrund der Unfallhäufungen stimmte der Marktgemeinderat in seiner letzten Sitzung einstimmig dafür, die Geschwindigkeit im Bereich Kaufering auf 130 km/h zu begrenzen. Des Weiteren soll die Verkehrs- und Unfallkommission ein Sicherheitsaudit durchführen und die Lärmbelastung auf dem Dünnschicht-belag soll erneut untersucht werden.

Mit dem neuen Belag – dem sogenannten Flüsterteer – haben die Unfallhäufungen nichts zu tun, das bestätige auch ein unabhängiges Institut, welches den Asphalt auf Griffigkeit und weitere Merkmale untersucht habe. Der prüfende Sachbearbeiter des Bauamtes Weilheim habe dem Dünnschichtbelag im Bereich der Marktgemeinde die Qualifizierung „im dunkelgrünen Bereich“ gegeben, alles sei Bestens. Die SPD erkläre sich die vermehrten Unfälle in diesem Bereich unter Anderem durch die schlechte Sicht nahe der S-Kurven auf Höhe der Iglinger Baggerseen. Durch die Tieflage komme es aber auch im Winter zu einer schneeablagernden Wirkung, so Fraktionssprecher Thomas Wiesmann. „Außerdem werden die Auf- und Abfahrten dort häufig von Beton-, Kies- und Bitumenfahrzeugen genutzt“, sagte er. „Sie fahren mit geringerem Tempo und es kann zu Gefahrensituationen für Fahrzeuge mit hohem Tempo kommen.“ Er erwarte außerdem eine stärkere Frequentierung durch den Schwerverkehr, da die Zufahrt bis 2014 am Industriegebiet Frauenwald angeschlossen werden soll. „Wir beantragen daher, dass die Verkehrs- und Unfallkommission des Landkreises sich mit den Unfällen auf diesem Streckenabschnitt eingehend befasst.“ Einstimmig sprach sich der Marktgemeinderat dafür aus und möchte außerdem die Geschwindigkeit auf 130 km/h begrenzen. Dritter Bürgermeister Manfred Nieß verstand nicht, wieso genau dieses Tempo ausgewählt wurde. „Warum nicht 120 km/h, wie auf der A96?“ Hans Koch (SPD) erklärte: „Wir wollen uns an die Geschwindigkeitsbegrenzung im Bereich Klosterlechfeld anpassen.“ Dort betrage die zulässige Höchstgeschwindigkeit 130 km/h und um die Verkehrsteilnehmer nicht weiter zu verwirren, wolle man das auch im Bereich Kaufering so ausschildern. Außerdem stimmte der Marktgemeinderat zu, im Mai erneute Schallmessungen auf der Dünnschichtbelagstrecke durchzuführen und die Ergebnisse bekannt zu geben. Bereits im Herbst 2011 gab es Messungen, doch die SPD-Fraktion regte an, sie in der „Sommerreifensaison“ zu wiederholen, um dann zu einem endgültigen Ergebnis zu kommen.

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