Sabine Hey ist angekommen:

Damit Integration in Landsberg gelingt

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Oberbürgermeister Mathias Neuner (links) und der Referent für ausländische Mitbürger, Jost Handtrack, sind froh über die Unterstützung der Integrationsbeauftragten Sabine Hey.

Landsberg – Zu Hochzeiten der Flüchtlingskrise sind jede Woche rund 50 Geflüchtete in Landsberg angekommen. Seit November vergangenen Jahres war es kein einziger mehr. Trotzdem beschäftigen diese Menschen die Stadt noch. Denn Integration bedeutet mehr, als den Menschen nur eine Notunterkunft zur Verfügung zu stellen. Deshalb gibt es jetzt in Landsberg eine Inte­grationsbeauftragte. Sabine Hey erklärt ihre Aufgaben.

Zunächst einmal ist wichtig zu erläutern, dass Hey nicht nur für Flüchtlinge zuständig ist. Sondern für alle, die aus dem Ausland kommen. In Landsberg seien die größten Gruppen Rumänen, Türken, Polen und Kroaten, wie Hey weiß.

Das dringendste Thema sei das Wohnen, erklärt sie weiter. Auch beim Thema Jobsuche ist sie behilflich. Hey vermittelt dann Kontakte zu den zuständigen Beratungsstellen oder auch Bildungsträgern.

Hey berät aber nicht nur einzelne Personen. „Vor Kurzem hat sich die rumänisch-orthodoxe Kirche bei mir gemeldet“. Die wolle einen eigenen Integrationsbeauftragten anstellen und habe sich nun Rat bei ihr gesucht. „Die sind sehr offen und integrationswillig.“

Da zu einer gelungen Integra­tion immer zwei Seiten gehören, sieht Hey zudem Bedarf in Sachen Öffentlichkeitsarbeit. „Das ist wichtig, um Vorurteile abzubauen.“ Offenheit und Verständnis für Menschen, die bisher ein anderes Leben hatten, müsse wachsen. Und letztlich auch die Wertschätzung für das, was diese Menschen mitbringen. „Es sind doch auch Landsberger“, ergänzt Hey.

Und für diese „Neu-Landsberger“ soll es bald auch eine Ärzte-Datenbank im Internet geben. „Dort werden sämtliche Ärzte und Apotheken mit mehrsprachigem Personal hinterlegt. Speziell für Kinder hat die Integrationsbeauftragte auch schon Projekte im Kopf. Genaueres verraten will sie aber noch nicht – alles noch in Planung.

Dass Hey für die Stelle gut geeignet ist, verrät ihr Lebenslauf. Das Soziale scheint ihr zu liegen. Nach ihrem Studium der sozialen Arbeit hat sie unter anderem als Kita-Leiterin im Kreis Starnberg gearbeitet. In Norwegen hat sie zuvor noch ein Sekundärstudium im Bereich Psychotherapie absolviert. Dort hat sie „Integration selbst erfahren.“ Daher weiß Hey auch, dass Integration Zeit braucht und viel Kraft kostet. Zumal man sich auch immer „ein Stück Eigenidentität“ behalten wolle. „Da ist man froh um jeden der einen unterstützt und zugewandt ist.“.

Stephanie Novy

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