Sachwerte für die Gemeinde – Trotz Finanzkrise: Kaufering investiert in die Infrastruktur – Neuer Lechsteg

Nicht kleckern sondern klotzen! Nach diesem Motto krempelt der Markt Kaufering die Ärmel hoch und will heuer zahlreiche Projekte anpacken. Das wurde auf der jüngsten Sitzung des Haushaltausschusses deutlich. Insgesamt 3,3 Millionen Euro (ohne Ausgaben für Grunderwerb) sollen unter anderem in Lechsteg, P&R-Plätze an der „Rampe“ beim Bahnhof sowie in den Ausbau der Bayernstraße investierte werden. Nach ersten Schätzungen muss die Gemeinde dafür rund 1,3 Millionen Euro Darlehen aufnehmen oder den Rücklagen entnehmen.

Die Liste der anvisierten Maßnahmen, die Bürgermeister Dr. Klaus Bühler dem Gremium vorgelegte, war lang und zeigte, dass die Gemeinde trotz Finanzkrise auch heuer Vieles realisieren möchte. Dies sei auch wichtig, betonte Kämmerer Winfried Plaß, wenngleich es schwierig sei, derzeit Finanzpläne aufzustellen. Der Grund: Die zu erwartenden Einnahmen wie Gewerbe- und Umsatzsteuer seien heuer große Unbekannte. Daher sei es wichtig, staatliche Investitionsprogramme im Rahmen des Konjunkturpaktes II zu nutzen. Immerhin würden damit „echte Sachwerte“ für die Gemeinde und deren Bürger geschaffen, die unterm Strich auch Arbeitsplätze sichern, so Plaß. Der Chef der Finanzverwaltung geht in einer ersten Schätzung von einem Investitionsvolumen im Vermögenshaushalt von rund 3,3 Millionen Euro aus. Darin nicht eingerechnet sind noch offene Posten wie Maßnahmen am Rathaus, Spielplätze, Wärmedämmung und Straßenbau in Höhe von rund 300000 Euro. Ebenfalls nicht eingerechnet sind die Ausgaben für Grunderwerb, „da sich diese Summe in etwa mit den Einnahmen aus den Grundstücksverkäufen decken wird.“ Unter dem Strich muss der Markt ein Defizit von rund 1,3 Millionen Euro decken – entweder durch Kreditaufnahme oder Rücklagenentnahme. Sollte der Marktgemeinderat dem Haushalt zustimmen, sind unter anderem folgende Ausgaben vorgesehen: Die Unterführung zur neuen Realschule (400000 Euro), der neue Steg über den Lech (300000 Euro), die Anpassung der Park&Ride-Plätze am Bahnhof (100000 Euro), Kauf eines Unimog (130000 Euro), ein Mehrzweckfahrzeug für die Feuerwehr (65000 Euro), Sanierungen wie etwa Fensteraustausch bei der Hauptschule (200000 Euro) sowie das Aufstellen von 25 Hundetoiletten (20000 Euro), Ausbau der Bayernstraße (570000 Euro) und anteilig 250000 Euro für den Ausbau der Kreisstraße LL22. Noch mehr Nahwärme Darüber hinaus werden noch rund 1,3 Millionen Euro in den Ausbau des Nahwärmenetzes investiert. Dieser Posten läuft jedoch nicht über den Haushalt, sondern über den Eigenbetrieb „Gemeindewerke Kaufering“. Heuer an das Netz angeschlossen werden sollen das Pfarrzentrum Maria Himmelfahrt. Die genaue Trassenführung dorthin stehe noch nicht fest, so Thomas Winkler von Gammel Engineering. Hier müssten noch Interessenten entlang der möglichen Trasse abgeklärt werden. Auch die neue Realschule wird an das Netz angeschlossen. Auf den Weg dorthin sollen die Areale Höfle, Raiffeisenstraße sowie die Sporthalle verdichtet werden. Vorgesehen sind ferner Stichleitungen in der Schlesier- und Schwabenstraße. Die Pläne, das Gewerbegebiet Hauswiesen heuer an das Nahwärmenetz anzuschließen, werden auf 2010 verschoben, da dies vom zeitlichen Umfang nicht mehr machbar ist.

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