Wenn die Zeit fliegt

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Der Landsberger Sänger und Liedermacher Udo Meller hat seine zweite CD veröffentlicht: „Time flies“.

Landsberg – Eine schmale Passage in der Altstadt; hier hat Udo Meller seine Praxis als Heilpraktiker und Sporttherapeut. Nun hat der Sänger, Liedermacher und Multiinstrumentalist seine zweite CD vorgestellt: „Time flies“ – die Zeit verfliegt.

Eben diesen Eindruck hat man, wenn Udo Meller von seiner umfangreichen künstlerischen Erfahrung erzählt. Ange­- fangen als 15-Jähriger, als er in seiner ersten Band einfach mal so das Schlagzeug übernehmen musste und sich dieses Instrument nur durch Hören selbst beibrachte, ebenso wie später Gitarre und zahlreiche andere Instrumente. Das Studium an der Sporthochschule Köln finanzierte der gebürtige Bonner zum Teil ebenfalls mit Musik – Tanzmusik und natürlich im Karneval. Seit 21 Jahren lebt Meller nun in Bayern, erste Station war Waal, wo er bereits Jahre zuvor beim „Waaler Markt“ mitgewirkt hatte. „Kleinkunst und Kindertheater“, erzählt Meller, denn auch Theater und Theaterpädagogik waren neben der Musik immer präsent. Im Idealfall auch in der Verschmelzung, ist Udo Meller doch Fan des legendären Herman van Veen. In Landsberg stand die Praxistätigkeit zunächst im Vordergrund, außerdem verfasste der Heilpraktiker zwei Bücher zum Thema Homöopathie und Sport. Spielte auch die Musik zu dieser Zeit eher eine „Nebenrolle“, war Udo Meller doch mit verschiedenen Bandprojekten unterwegs, Höhepunkt war dabei wohl der Auftritt als Vorgruppe der „Manfred Mann’s Earth Band“. Vor vier Jahren „öffnete sich ein Zeitfenster der Kreativität“, wie Meller erklärt. Er begann mit dem Verfassen und Komponieren eigener Songs, bislang 50 an der Zahl, inspiriert von seinen Vorbildern Joni Mitchell, James Taylor und Crosby, Stills, Nash und Neil Young. 2011 produzierte er seine erste CD „On and On“, Ende vergangenen Jahres nun „Time flies“. Das besondere daran ist, dass Meller nahezu alle Instrumente selbst einspielt: Gitarre, Mandoline, Keyboard, Saxophon, Percussion und vieles mehr, auch recht Exotisches wie eine irische Bouzuki oder auch die irische Tinwhistle. „Ich konnte mich nie auf einen Stil festzulegen, meine Musik ist stets eine Mischung aus beispielsweise Folk, Pop, oder auch Elementen aus Funk, Blues und Rock.“ Und das macht Mellers Songs so interessant, sie sind einfach authentisch, sind eng an ihren Verfasser geknüpft. Das liegt auch an den nachdenklich-poetischen Texten. Warum auf Englisch? „Stefan Stoppok hat mal zu mir ge­- sagt, ich solle doch deutsche Texte machen, aber irgendwie fällt es mir auf Englisch leichter, das ist eben mein musikalischer Werdegang und meine künstlerische Freiheit. Aber zwei Songs habe ich in der Zwischenzeit auf Deutsch geschrieben, es kommt halt auf den richtigen Moment und die passende Stimmung an“, erklärt Meller. Konzerte, CDs, Beteiligung an Festivals wie zuletzt „Landsberg hilft Landsberg“… ist das zeitlich zu schaffen? Scheinbar schon, doch für Udo Meller ist klar: „Die Musik ist wichtig, aber Nebenberuf. Der Schwerpunkt liegt eindeutig auf der Praxis“. Auf www.udomeller-music.com gibt es weitere Informationen zu Udo Meller.

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