Die Saison ist gesichert

Ein Zweckverband aus Nutzergemeinden und Landkreis soll nun den Betrieb des defizitären Warmfreibades in Greifenberg regeln. Foto: Hardy´s

„Ich bin für einen Erhalt des Bades“, so Landrat Walter Eichner zu Beginn der Kreisausschusssitzung vergangene Woche. Deswegen soll aus Nutzergemeinden und Landkreis ein Zweckverband entstehen, was auch in der Beschlussvorlage einstimmig angenommen wurde. Die nutzenden Gemeinden sollen sich finanziell einbringen, weiterhin soll der Kreistag eine Machbarkeitsstudie in Auftrag geben, die den Ist-Zustand und die Perspektive für das Bad aufzeigt. Diese Saison sei auf jeden Fall gesichert, wenn das fragwürdige dritte Becken für einen vertretbaren Kostenaufwand von unter 15000 Euro repariert werden könne.

Bereits seit vier Jahren diskutiere der Kreisausschuss über die Wirtschaftlichkeit des Bades, wie Kreisrätin Monika Groner (GAL) betonte. Dr. Manfred Rapp (CSU) warf die Frage auf, ob die Erhaltung und Pflege des Bades überhaupt noch eine Landkreisaufgabe sei. Er berief sich dabei auf ein Urteil aus Würzburg, welches besagt, dass dies eine Aufgabe der jeweiligen Gemeinde sei. „Meine Bitte oder mein Antrag ist es, einen Zweckverband mit dem Landkreis, der Sitzgemeinde und den Einzugsgemeinden zu gründen“, so Dr. Rapp. Parallel dazu solle ein Gutachten über den momentanen Zustand und die Perspektive in Auftrag gegeben werden, um dem Kreistag eine Entscheidungsgrundlage zu geben. Auch die Nutzergemeinden haben bereits reagiert und sich mit einer Liste von über 1600 Unterschriften dafür ausgesprochen, dass das Bad erhalten bleibt. „Es zeigt sich jetzt, dass die Gemeinden in die Diskussion einsteigen“, sagte Groner. Sie schließe sich daher ihrem Kollegen Dr. Rapp an: Ein Zweckverband sei ein guter Ansatz. Auch Peter Wittmaack (SPD) sah eine Beteiligung der Gemeinden als richtigen Weg. „Wir sollten uns aber noch diese Saison Zeit geben.“ Er wolle erst Fakten und Zahlen, bevor man wesentliche Entscheidungen treffe. „Das Bad muss natürlich wirtschaftlich betrieben werden“, betonte Eichner. In seiner Beschlussvorlage schloss er daher alle Möglichkeiten mit ein: Wenn das Becken mit einem vertretbaren Kostenaufwand von maximal 15000 Euro wiederhergestellt werden könne, dann könne der Betrieb weiterhin erfolgen. Überschreitet der Aufwand wider Erwarten diese Mittel, müsse das Becken noch in der Saison 2012 geschlossen werden. Weiterhin schlug Eichner vor, eine Machbarkeitsstudie für die Entwicklung des Warmfreibades Greifenberg in Auftrag zu geben, welche sowohl Möglichkeiten zur Sanierung als auch Varianten für einen Neubau unter Angabe der Kosten beinhalten soll. Die nutzenden Gemeinden werden gebeten, sich finanziell einzubinden und dem Landkreis ein Konzept vorzulegen, in welcher Art und Weise sie sich zukünftig für das Bad finanziell engagieren wollen. Einstimmig wurde der Beschluss, der auch eine Empfehlung an den Kreistag ist, angenommen.

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