Sanieren für neue Aufgaben

Die Beruflichen Schulen sind nur eine Baustelle des Landkreises in der Stadt Landsberg – auch das Sonderpädagogische Förderzentrum in der Isidor-Hipper-Straße soll sich verändern. Sanierung und auch ein Neubau stehen an. Der Kreisausschuss hat jetzt den Projektbeschluss dafür gefasst, dass einzelne Gebäude des SFZ „generalsaniert“ werden, das Gebäude 2 Ost muss abgerissen und neu gebaut werden. Aufgrund dieser Vorberatung entscheidet endgültig der Kreistag am 27. April.

Die Maßnahmen werden unterschiedlich finanziert – mit Förderungen, zum Teil aus dem Konjunkturpaket II (für das Gebäude 3) und Mitteln, die die Bayerische Staatsregierung (Finanzausgleichsgesetz) für die Generalsanierung der anderen Gebäude und für den Neubau gibt. Auf Kosten von 5,23 Millionen Euro kommt die Hochbauabteilung des Landratsamtes insgesamt. Die Gebäude 1, 2 West und 3 werden vor allem energetisch saniert, indem zum Beispiel ein Vollwärmeschutz an die Fassaden angebracht wird. Bei 1 und 3 sind auch neue Sanitäranlagen nötig. Konkret werden bei Gebäude 3 mit den Mitteln aus dem Konjunkturpaket II die Fenster erneuert. Große Öffnungen in der Fassadenfläche (50 Prozent), durch die viel Wärme verloren geht, sollen zudem verschwinden. Durch Wandpfeiler oder Zumauern will man die Öffnungen auf 35 Prozent zu reduzieren. Dämmarbeiten stehen auch im Kellergeschoss an. Um die schlechte Fluchtwegsituation im Gebäude mit nur einer Treppe zu verbessern, sollen Außentreppen angebracht werden. Die Flure erhalten Rauchschutztüren, um die Rettungswege besser zu gliedern. Auch ein behindertengerechter Aufzug ist geplant. Die Sanitäranlagen werden erneuert und alte Teppiche in den Gängen durch neue ersetzt. Wie das Architekturbüro Degle.Degle aus München, informiert, lohnt sich bei Gebäude 2 Ost, einem Flachbau, die Sanierung nicht mehr. Es müsste bei diesem eingeschossigen Bau im Vergleich zum Volumen sehr viel Fläche saniert werden. Für sinnvoller halten die Architekten einen Neubau, der dann auch Platz für die Mittagsversorgung und Ganztagsbetreuung bietet. Dazu entsteht ein Essbereich, der als Mehrzweck- raum und Aulaersatz zu nutzen ist. Außerdem wird es zwei Räume für die Betreuung von Schülern, drei Beratungsräume und einen Hausmeisterraum geben. Beim Zwischenbau, der Neu und Alt verbindet, werden die Fassade und das Flachdach erneuert, sowie Rauchschutztüren eingebaut. „Die gesamte Maßnahme mit Konjunkturpaket, Sanierung und Neubau bietet die Möglichkeit die Schule in energetischer und funktionaler Weise stark zu verbessern und zukunftsfähig zu machen.“, sagen die Architekten. Wie es vom Landratsamt heißt, passen die Bauplanungen zur Entwicklung der Schülerzahlen: Auf rund 300 Schüler würde sich in den nächsten Jahren die Schülerzahl beim SFZ einpendeln, so teilt die Schulleitung mit – etwa 120 Mädchen und Jungen nehmen dabei Ganztagsangebot wahr. Der so frei werdende Raum soll für die neuen Angebote des Förderzentrums genutzt werden. Vom Kultusministerium gibt es nämlich neue Vorgaben, was dieser Schultyp leisten und wie sich das Profil ändern soll: Inklusion durch Kooperation wird die Idee genannt, bei der Förderzentren und allgemeine Schulen mehr zusammenarbeiten als bisher. Mit mehr Austausch sollen die Übergänge zwischen den Schultypen und individuelle Lösungen für Schüler ermöglicht werden. Und für neue Bereiche und wenn Klassen kleiner werden, wie vorgeschrieben ist, wird wiederum Raum benötigt. Trotz sinkender Schülerzahlen ist laut Sitzungsvorlage ein Ende der Förderzentren nicht zu befürchten, da die dort angebotene Förderung von einer Regelschule nicht zu leisten sei. Statt einer Sanierung war auch schon über Abriss und Neubau der Schulgebäude an einem anderen Standort beraten worden, diese Überlegungen sind aber verworfen worden.

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