Bereit für den Felgaufschwung

Sanierung der Landsberger Lechturnhalle ist fast vollendet

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Endlich wieder offen für den Sport: die Lechturnhalle

Landsberg – Die Türen sind wieder offen. Seit Montag können Schüler, Vereine und Veranstalter wieder in die Lechturnhalle. Die Sanierungskosten des unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes belaufen sich auf 6,5 Millionen Euro.

Zwei Jahre dauerte die Sanierung der Lechturnhalle neben dem Ignaz-Kögler-Gymnasium. Die angepeilten Sanierungskosten in Höhe von 6,5 Millionen Euro wurden laut Pressesprecher des Landratamtes Wolfgang Müller eingehalten.

1860 wurde das Gebäude zur militärischen Nutzung als Exerzierhaus errichtet. 46 Jahre später kam der Umbau zur Turnhalle. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude 1949 durch einen Brand zerstört, der Wiederaufbau war 1950 aber bereits abgeschlossen. Im Anschluss wurde die Halle zum ersten Mal für den Schulsport genutzt.

2015 verkaufte die Stadt Landsberg die Lechturnhalle an das Landratsamt. Bis zum Herbst 2016 diente sie als Notunterkunft für Flüchtlinge, ehe 2017 die ersten umfangreichen Untersuchung für die Gebäude­sanierung starteten. Kurz darauf begann die Planung. „Es musste die Statik des Gebäudes beachtet werden, Bestandteile sollten erhalten werden und auch der Denkmalschutz spielte eine große Rolle“, erklärt Müller. Im August 2018 begann schließlich die Generalsanierung im Inneren.

Alte und neue Träger des neuen Veranstaltungssaals im Dachgeschoss.

Seit Montag ist das Gebäude zwar wieder offen, aber noch nicht vollständig renoviert. Im Untergeschoss befinden sich jetzt zwei Einfachhallen. Das Obergeschoss besteht aus zwei Mehrzweckräumen, die für schulische Veranstaltungen oder die Volkshochschule gedacht sind. Im Dachgeschoss befindet sich ein Veranstaltungssaal, der Platz für bis zu 160 Personen (inklusive Personal bis zu 200 Personen) bietet. Das Dachgeschoss war bei der Eröffnung jedoch noch nicht fertig. Die Fertigstellung des Saales ist erst bis Sommer dieses Jahres geplant.

Durch die Installation eines Aufzugs ist das Gebäude jetzt barrierefrei. Und noch eine weitere Barriere wurde jetzt erfolgreich genommen: „Im Veranstaltungssaal befindet sich eine Schwerhörendenschleife“ – eine technische Einrichtung, durch die Audiosignale wie Redebeiträge oder Musik verstärkt werden –, erklärt Landrat Thomas Eichinger (CSU). Optisch wurde zwar beispielsweise die Beleuchtung verändert – jetzt leuchten LED-Lampen –, die ursprüngliche Holzoptik ist aber geblieben. „Wir haben es geschafft, den Holzboden aus den 1950er/1960er Jahren zu erhalten“, erzählt Müller.

In Zukunft sollen nicht nur das IKG und die VHS von den Mehrzweckräumen und der Turnhalle profitieren, sondern auch Vereine und sonstige Gruppierungen.

Auch IKG-Schulleiterin Ursula Triller freute sich über diesen Tag. „Es war anstrengend, die Sportlehrer haben viel Zeit im Bus verbracht.“ Besonders gut gefalle ihr, dass die Lechturnhalle dank Holzoptik ihren Charme nicht verloren habe. „Bei den Griechen war das Gymnasium die Sporthalle, heute gehen die Schüler eines Gymnasiums in die Turnhalle, um Sport zu machen.“
Matthias Gschwind

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