Sanierung wird fortgesetzt

Große Risse, tiefe Löcher

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Schlaglöcher im Boden der Tiefgarage wird es Ende 2017 keine mehr geben. Welche Baumaßnahmen in der Lechgarage vorgesehen sind und wie die Konsequenzen aussehen, erläuterten die Stadtwerke im Pressegespräch (v. links): Oskar Imhof, Norbert Köhler (technischer Leiter), Günter Schmid (Projektleiter) und Wolfgang Mohr (Marketingleiter).

Landsberg – Ab Mitte Januar wird wieder saniert – dann ist das noch fehlende Parkdeck A der Tiefgarage in der Lechstraße dran. Binnen elf Monaten werden dort für etwa 1,3 Millionen Euro Böden, Wände und Stützen ausgebessert, sodass Parken temporär nur eingeschränkt möglich ist. Kompensiert wird der teilweise Wegfall durch Ersatzparkplätze auf der Waitzinger Wiese.

„Das wird ja immer schöner“, verspricht der Slogan, der über der Baustelleninfo prangt. Per Infoschreiben setzten die Stadtwerke ihre Dauerparker in der Lechstraße zuletzt in Kenntnis über die anstehenden Sanierungsarbeiten. Demnach dauern die Maßnahmen, die im Deck A umgesetzt werden, vom 16. Januar bis 15. Dezember des kommenden Jahres. Damit wäre die Garage Ende 2017 vollständig saniert, nachdem die Arbeiten in den Parkdecks C und D bereits im Mai abgeschlossen wurden.

Bei einem Pressegespräch klärte der technische Vorstand der Stadtwerke, Norbert Köhler, über die Ursachen der Sanierung auf: Streusalz habe die Bausubstanz in den vergangenen Jahren stark in Mitleidenschaft gezogen, sodass nun die Schäden beseitigt werden müssten. Um die betroffenen Schichten abzutragen, setze man Höchstdruckwasserstrahlen ein, mit denen zunächst die Wände erneuert würden. Anschließend müsse man noch den Boden sowie die Stützen sanieren. Zuletzt bekommt das gesamte Deck A, das sich von der Tiefgarageneinfahrt bis knapp vor die Ausfahrt schlängelt, einen neuen Anstrich.

Besonders am Boden wird die Notwendigkeit einer Sanierung deutlich: Große Risse und teils tiefe Löcher zieren den Betonboden, über den tagtäglich Parkplatzsuchende holpern. „Hier werden wir sechs Zentimeter Betonschicht abtragen und wieder aufschütten“, erklärt Projektleiter Günter Schmid. Er erläuterte auch Konsequenzen für die Autofahrer: Es werde in mehreren Abschnitten saniert, wodurch immerhin noch die Hälfte der 160 Parkplätze für Kurzparker stets nutzbar bleibe. Und auch Dauerparker müssten sich nicht sorgen: „Die Parkplätze für Dauerparker bleiben während der Bauphase erhalten“, versicherte Norbert Köhler. Nachdem das Deck A sämtliche Parkdecks miteinander verbindet, werde dort die Durchfahrt stets frei bleiben. Um dies zu ermöglichen, werde immer nur auf einer Seite der Garage saniert – auf der anderen könne man den jeweiligen Sanierungsabschnitt über die gekennzeichneten Parkflächen umfahren.

Woanders parken?

Wer aufgrund der Baumaßnahmen mit einer alternativen Parkmöglichkeit liebäugelt, kann sich in Zukunft zur Waitzinger Wiese lotsen lassen. Dort wurden zu den bestehenden Parkplätzen weitere auf der anliegenden Festwiese ergänzt – insgesamt mehr als 300. In Summe stehen dann sogar mehr Parkflächen zur Verfügung als vor Beginn der Sanierung, so Köhler. Um die Ausweichmöglichkeit sichtbar zu machen, werde auch die Beschilderung angepasst. Zu den bereits vorhandenen Leitsystemen zu den Tiefgaragen gesellt sich künftig noch ein Schild, das auf die Waitzinger Wiese verweist. Perspektivisch wolle man so auch nach Umsetzung der Baumaßnahmen den Parkplatz an der Festwiese in den Fokus rücken, blickt Marketingleiter Wolfgang Mohr voraus.

Geförderte LEDs

Im Anschluss an die elfmonatigen Bauarbeiten sei noch ein weiteres Projekt geplant: Die Modernisierung der Beleuchtung. Dabei werden LEDs verbaut, die zu 30 Prozent vom Bundesumweltministerium finanziert werden. Jedoch müsse die Stadt die Einbaumaßnahmen bis Ende 2017 abschließen – so lange ist man noch im Förderprogramm. Die Kosten, so Oskar Imhof, belaufen sich auf etwa 70.000 Euro.

Die Maßnahme sei aber nicht nur erforderlich sondern langfristig auch lohnenswert: Registriert die Lichtanlage in der Garage keine Bewegungen, ist die Beleuchtung stromsparend auf ein Minimum reduziert. „Sobald ein Auto anrollt, reagiert der Bewegungsmelder und fährt die LEDs peu à peu hoch“, erzählt Imhof.

Über die gesamten Baumaßnahmen wurden bereits sämtliche Einzelhändler und Dauerparker informiert. Ansonsten bieten auch die Stadtwerke über www.stadtwerke­-landsberg.de umfangreiches Infomaterial zu den anstehenden Baumaßnahmen.

Marco Tobisch

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