Ohne Ehrenamt geht es nicht

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In der 125-jährigen Geschichte der BRK-Sanitätsbereitschaft Landsberg hat sich einiges geändert: Am stärksten betroffen ist davon der Rettungsdienst, wie man auch an der „rollenden Leitstelle“ erkennen kann, so Kreisbereitschaftsleiter Georg Kobschätzky und Geschäftsführer Andreas Lehner (v. links).

Landsberg – Im Jahr 1889 gründete der Korpsarzt der Freiwilligen Feuerwehr Landsberg, Dr. Redenbacher, unter dem Zeichen des Roten Kreuzes die „Sanitätskolonne Landsberg“. Am kommenden Samstag, 13. September, feiert die Sanitätsbereitschaft ihr 125-jähriges Jubiläum. Dann präsentiert sich die Bereitschaft mit Rettungshundestaffel, Einsatzleitwagen und Betreuungsdienst auf dem Georg-Hellmair-Platz.

Doch es könnte sein, dass die Geschichte des Roten Kreuzes in Landsberg sogar noch weiter zurückreicht: Der ehemalige Oberbürgermeister und langjährige BRK-Vorsitzende Franz-Xaver Rößle entdeckte in den Stadtarchiven einen Vermerk, dass sich bereits 1866 einige Frauen zusammen gefunden hätten, um den Gedanken des Roten Kreuzes zu pflegen. Und so kommt es auch, dass das BRK Landsberg zudem 2016 sein 150-jähriges Bestehen feiern wird. 

In der 125 Jahre währenden Geschichte der Sanitätsbereitschaft Landsberg hat sich natürlich einiges verändert. Weg von der Organisation, die sich um die Verwundeten auf dem Schlachtfeld kümmerten, entstanden daraus vielfältige Aufgaben. Aktuell sind über 200 ehrenamtliche Helfer in den Sanitätsbereitschaften Landsberg und Dießen im Einsatz. Die Bereiche, in denen die Einsatzkräfte tätig sind, sind breit ge­- fächert: „Wir decken in Stadt und Landkreis Landsberg alles ab, was auch deutschlandweit gemacht wird“, erklärt Kreisbereitschaftsleiter Georg Kobschätzky. Dazu gehören Sanitäts- und Rettungsdienst, Kriseninterventionsteam, Rettungshundestaffel, Katastrophenschutz und die „Helfer vor Ort“. „Die einsatzintensivste Fachgruppe ist dabei die Krisenintervention“, erklärt Kreisgeschäftsführer Andreas Lehner. Diese Helfer sind fast täglich im Einsatz. 

Sie kümmern sich intensiv um Menschen, die plötzlich von einem Unglück getroffen wurden, körperlich aber unverletzt geblieben sind. Diese Gruppe wurde in Landsberg bereits vor über zehn Jahren gegründet und hat unter anderem auch Notfallseelsorger mit an Bord. Mit am stärksten verändert hat sich, laut Lehner, in den letzten Jahren der Rettungsdienst. Der ehrenamtliche Anteil in diesem Bereich liegt bei 20 Prozent, so der Geschäftsführer weiter. Mit ein Grund für diesen hohen Anteil sieht er in einem roten Aufkleber, der hinten auf jedem Rettungswagen platziert ist und Landsberger Rettungswagen von den restlichen in Bayern unterscheidet: „Ehrenamtliche Retter gesucht“. 

Vor allem nachts und an den Wochenenden wird der reguläre Rettungsdienst durch die ehrenamtliche Besetzung unterstützt. Doch mit dem Ehrenamt ist es nicht mehr so einfach, meint Lehner. „Wir haben vor allem ein Problem mit der Nachwuchsgewinnung. Deshalb ist es notwendig, dass wir uns immer wieder in Bewusstsein bringen.“ 

Am kommenden Samstag, 13. September, präsentiert sich die Sanitätsbereitschaft des Bayerischen Roten Kreuz in Landsberg zu ihrem 125-jährigen Jubiläum von 10 bis 15 Uhr auf dem Georg-Hellmair-Platz. Mit dabei ist auch die Rettungshundestaffel, der Einsatzleitwagen, ein Rettungswagen und der Betreuungsdienst. „Die Rettungshundestaffel ist unsere ausbildungsintensivste Fachgruppe“, erklärt Kobschätzky. Die insgesamt 25 Teams aus Mensch und Hund trainieren mindestens zweimal pro Woche. Um den „hohen Standard“ halten zu können, müssen sie außerdem eine anspruchsvolle Prüfung bestehen und diese nach einem Jahr wiederholen, ergänzt der Kreisbereitschaftsleiter.

Der Festabend findet am Samstag um 19.30 Uhr im Stadttheater statt.

Astrid Erhard

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