Schilda am Geltendorfer Rathaus

Schilda“ am Rathaus: Die erst kürzlich eingeführte Sperrung der Schulstraße im Bereich Schule und Rathaus wird wieder aufgehoben. Gleichzeitig soll auf der Ostseite des Gemeindekindergartens ein neuer Eingang geschaffen werden, so dass das Gebäude auch von der Seite des Bürgerhauses angefahren werden kann. Auf diese Weise hofft man das Verkehrschaos zu entzerren, das ursprünglich zur Sperrung der Schulstraße geführt hatte.

Die Bürgerreaktionen darauf reichen laut CSU-Gemeinderat Josef Weiß vom „Belächeln“ bis hin zu massiven Beschwerden. Halten tue sich jedenfalls niemand an das vor dem Schulgebäude aufgestellte Schild, das außer Anwohnern und ausgewiesenem Lieferverkehr jedem Kraftfahrer die Einfahrt verbietet. Gemeindemitarbeiter, Gemeinderäte und Lehrer ignorierten es sowieso. „Es ist ein totaler Unsinn. Wir können doch die Bürger nicht vom Rathaus wegsperren“, fasste Weiß zusammen. Halbherzige Umsetzung Horst Kürschner (GAL) kritisierte, dass man als Autofahrer das Schild erst sieht, wenn man schon in die Straße eingebogen ist. Christian Engelstädter (CSU) monierte die „halbherzige Umsetzung“ der Maßnahme. „Wenn, dann hätte man einen Poller setzen müssen.“ Dies war nicht geschehen, um Feuerwehr- und Rettungsfahrzeugen im Notfall die Durchfahrt zu ermöglichen. Engelstädter: „Wir müssen entweder eine Schranke aufstellen oder sollten den Schneid haben, unsere Fehlentscheidung zu korrigieren.“ Nach sechs Monaten Das sahen nicht alle Räte so. Es gebe keine neuen Tatsachen, die eine Aufhebung des Beschlusses rechtfertigen würden, meinten Wolfgang Albertshofer (SPD) und Eckhart Georg Miehle (SPD). Und auch Kürschner erinnerte daran, dass man die Entscheidung nach sechs Monaten habe überprüfen wollen „und nicht nach anderthalb Wochen“. Zweiter Bürgermeister Thomas Hellmann (SPD), der die Sitzung leitete, sah neue Tatsachen immerhin darin, dass die Einhaltung der Sperrung nicht zu überprüfen sei. Außerdem werde der geplante Osteingang des Kindergartens die Verkehrsströme neu regeln und die Situation in der Schulstraße entschärfen. Mit 15:3 Stimmen einigte sich der Gemeinderat schließlich darauf, die Straße wieder freizugeben. Der rund 5400 Euro teure neue Zugang zum Kindergarten indes wurde gegen zwei Stimmen beschlossen.

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