Ärgerliche Randnotiz

Penzing bald ohne Supermarkt?

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Zur Sicherheit der Nutzer wurde am Radweg nach Schwifting auf Höhe der Richolfusstraße eine Absperrung angebracht – nicht alle Radler finden das gut.

Penzing – Die Nachricht des Abends kam fast beiläufig und sorgte für Unmut: Am Ende seiner gut einstündigen Ausführungen bei der Penzinger Bürgerversammlung im Gasthaus Frank erwähnte Bürgermeister Johannes Erhard, dass zum Ende des Jahres der örtliche Edeka-Supermarkt möglicherweise geschlossen werden soll.

Auf Nachfrage des KREISBOTEN erklärt Pächter Uwe Grunert: „Das allerletzte Wort ist noch nicht gesprochen, aber es sieht sehr danach aus, dass es so sein könnte.“ Die Entscheidung werde voraussichtlich in den nächsten Tagen fallen.

Wann die Schließung des Fliegerhorstes konkret wird, ist nach wie vor unklar. Nach den Worten des Standortältesten Oberst Markus Bestgen wird das Gelände der FlaRak-Gruppe 22 noch bis Ende 2015 zur Ersatzteilgewinnung genutzt. Der Fliegerhorst selbst bleibe voraussichtlich noch mindestens bis „2018 plus“, so Bestgen. Die Transall werde vermutlich bis 2022 weiterbetrieben, da das Nachfolgemodell A400M technisch noch nicht ausgereift sei – es verfüge über keinen Selbstschutz „Unsere Arbeitsbelastung steigt. Ich sehe die Schließung noch nicht“, bilanzierte der Kommodore.

Bürgermeister Erhard gab vor dem mit rund 80 Bürgern gut gefüllten Saal einen Überblick über die laufenden und anstehenden Projekte der Gemeinde. Die Sanierung der Kindertagsstätte St. Martin werde voraussichtlich nächstes Jahr zu Pfingsten abgeschlossen sein. Hier sind die Gesamtkosten, von denen die Gemeinde zwei Drittel zu tragen hat, auf rund 835000 Euro gestiegen.

Saniert wird im kommenden Jahr auch das Rathaus. Das Gebäude wird energetisch den gesetzlichen Vorgaben angepasst, außerdem sollen der Kniestock erhöht, die Bodenbeläge erneuert und die Raumaufteilung verändert werden. Der größte Teil der Arbeiten könne bei laufendem Betrieb erfolgen, eine Schließung für einige Tage werde sich jedoch wohl nicht vermeiden lassen, so Erhard.

Verwendung unklar

Während das Bebauungsplanverfahren für den neuen Bauhof an der Stillerhofstraße abgeschlossen ist, sei über die weitere Verwendung des alten Bauhofs noch nicht entschieden. „Die Gedanken gehen von einem Veranstaltungsraum für Vereine bis zum Verkauf“, sagte der Rathauschef. Auch stehen in der Gemeinde diverse Straßenausbaumaßnahmen an, unter anderem geht es um die Engildeostraße und die Magnus-Hackl-Straße. Aber auch die Pfettenstraße könnte 2014 an die Reihe kommen, zumal die Oberflächenwasserproblematik dank des neuen Kanals in der Schwabhauser Straße gelöst sei.

In der Diskussionsrunde gab es von einzelnen Bürgern Kritik an der Absperrung, die am Radweg nach Schwifting auf Höhe der Einmündung Richolfusstraße errichtet wurde. Bürgermeister Erhard erklärte, die Maßnahme habe reine Sicherheitsgründe. Aufgrund fehlender Sichtdreiecke würden an dieser Stelle Radfahrer aus Richtung Schwifting von Autofahrern zu spät gesehen.

Ulrike Osman

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