Schnelle Hilfe mit "Cira" – Gregor Adam engagiert sich in der Johanniter-Rettungshundestaffel

Laut einer aktuellen Studie von Generali engagieren sich mehr als 30 Prozent aller Deutschen ehrenamtlich. Und im Freistaat Bayern sind die Bürger besonders aktiv, hier sind 39 und im Landkreis Landsberg sogar über 50 Prozent ehrenamtlich tätig. Einer dieser Engagierten ist Gregor Adam, Leiter der Johanniter-Rettungshundestaffel in Landsberg.

„Ich wollte gerne irgendetwas Sinnvolles mit meiner Freizeit anfangen“, sagt der 43-jährige staatlich geprüfte Techniker. So kam er vor knapp sechs Jahren mit seiner Border-Collie-Hündin Cira zur Johanniter-Rettungshundestaffel. Die wird dann alarmiert, wenn Menschen vermisst werden, etwa Unfallopfer, die unter Schock stehen, Kinder, die sich verlaufen haben oder verwirrte ältere Menschen. Die Landsberger Rettungshundestaffel besteht derzeit aus elf Hundeführern, fünf geprüfte Flächenhunde und ein geprüfter Trümmerhund sind ständig einsatzbereit. Acht weitere Hunde sind noch in der Ausbildung. Dabei bilden Mensch und Hund ein enges Team, das sich ganz aufeinander einstimmt. „Die Mitglieder der Rettungshundestaffel müssen im Einsatz als Team agieren, denn nur gemeinsam können wir erfolgreich arbeiten“, betont Adam. Seit ihrem Staffeleintritt haben Gregor Adam und seine Cira rund 70 Einsätze hinter sich. Inzwischen sind die beiden auch ein Trümmerteam; will heißen, sie haben eine spezielle Ausbildung für die Suche in Trümmergebieten absolviert. Vielfältiges Engagement „Es ist wichtig, dass die Familie mitspielt“, sagt Adam, „denn die Rettungshundearbeit ist sehr zeitaufwendig.“ Bei Familie Adam ist das zum Glück kein Problem: „Meine Frau ist auch Rettungshundeführerin in unserer Staffel“, erklärt der Vater von zwei 15 und 17 Jahre alten Kindern schmunzelnd. Neben der Arbeit in der Rettungs- hundestaffel bieten die Johanniter viele andere Bereiche, in denen sich Interessierte ehrenamtlich engagieren können, beispielsweise in der Jugendarbeit, der Betreuung älterer Menschen, im Sanitätsdienst oder in der Ausbildung. Jeder wird auf seine Aufgabe vorbereitet: Rollstuhl schieben wird genauso geübt wie Gesprächsführung mit Alten und Kranken sowie Führungsqualitäten und Teamfähigkeit im Katastropheneinsatz. Aktuell sind rund 26000 Ehrenamtliche bei der Johanniter-Unfall-Hilfe in Bayern aktiv. Eine Umfrage unter ihnen hat gezeigt: Es sind vor allem die sozialen Kontakte, die Freude darüber, etwas Sinnvolles zu tun, die Anerkennung und der Spaß, die sie motivieren, sich ehrenamtlich zu engagieren. Gründe, die auch Gregor Adam dazu gebracht haben, sich unentgeltlich für andere einzusetzen. Im Schnitt investieren freiwillige Helfer rund 5,3 Stunden Zeit pro Woche und bringen dabei ihre ganz persönlichen Stärken und Qualifikationen in die Hilfsorganisation ein.

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