Die neue Rettungswache

Schnellere Versorgung für Kaufering und den nördlichen Landkreis

Vertreter von BRK, Marktgemeinde und Landkreis kamen zur Einweihung der Rettungswache am Lechtalbad, v. l.: Andreas Lehner (BRK-Kreisgeschäftsführer), Christian Dörner (Wachleiter Dießen), Michael Lein (Wachleiter Landsberg), Christian Haberkorn (Bereichsleiter Einsatzdienste), Manfred Zaumseil (stellv. Rettungsdienstleiter), Landrat Thomas Eichinger, Bäderleiter Thomas Zeck, BRK-Kreisvorsitzender Alex Dorow und Kauferings Bürgermeister Thomas Salzberger.
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Vertreter von BRK, Marktgemeinde und Landkreis kamen zur Einweihung der Rettungswache am Lechtalbad, v. l.: Andreas Lehner (BRK-Kreisgeschäftsführer), Christian Dörner (Wachleiter Dießen), Michael Lein (Wachleiter Landsberg), Christian Haberkorn (Bereichsleiter Einsatzdienste), Manfred Zaumseil (stellv. Rettungsdienstleiter), Landrat Thomas Eichinger, Bäderleiter Thomas Zeck, BRK-Kreisvorsitzender Alex Dorow und Kauferings Bürgermeister Thomas Salzberger.

Kaufering – Dass gleich der erste Einsatz ein erfreulicher war, mag man als gutes Omen deuten. Der neu in Kaufering stationierte Rettungswagen des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) musste am Neujahrsmorgen schon früh um sieben zu einer Hausgeburt in Hurlach ausrücken. Für den Pressetermin zur Eröffnung der Rettungswache am Lechtalbad wurde deshalb das Fahrzeug aus Landsberg geholt. Durch die Präsenz in Kaufering soll künftig der nördliche Landkreis schneller versorgt werden können.

Die Rettungswache ist direkt neben dem Hallenbad eingezogen. In den Räumlichkeiten befand sich früher ein Restaurant und anschließend der Support für die Asylbewerberunterkunft, die bis Ende 2019 nebenan in der ehemaligen Soccerhalle untergebracht war. Nun hat der Landkreis die Räume im ersten Stock des Hallenbad-Nebengebäudes ans BRK vermietet und für dessen Nutzung ertüchtigt. Für die Besatzungen des Rettungswagens stehen ein Aufenthaltsraum, eine Teeküche und Sanitäranlagen zur Verfügung.

Dass eine eigene Rettungswache für den Norden der Kreisstadt Landsberg, den Markt Kaufering und den nördlichen Landkreis notwendig ist, hatte ein Gutachten ergeben, das der Rettungszweckverband der Landkreise Landsberg, Fürstenfeldbruck, Dachau und Starnberg in Auftrag gegeben hatte. Gehofft hatte man zwar auf einen dritten Rettungswagen, beschlossen wurde jedoch zunächst nur die Verlegung eines der beiden Landsberger Fahrzeuge nach Kaufering.

Landrat Thomas Eichinger (CSU) wollte deshalb auch nur von einem „Zwischenschritt“ sprechen, BRK-Kreisvorsitzender Alex Dorow von „keiner optimalen Regelung, aber einer Verbesserung für Kaufering und den nördlichen Landkreis“. Auch BRK-Kreisgeschäftsführer Andreas Lehner hofft, dass nach dem gut einjährigen „Begutachtungszeitraum“ die Entscheidung fällt, einen dritten Rettungswagen anzuschaffen. Dann könnten in Landsberg wieder zwei Fahrzeuge stationiert werden.

Der nun nach Kaufering verlagerte Wagen werde sicher gut in Betrieb sein, zeigte sich Lehner überzeugt. „Der Besatzung wird nicht langweilig werden.“ Die Rettungswache ist an sieben Tagen in der Woche rund um die Uhr mit je einem Notfallsanitäter plus Beifahrer besetzt. Im übrigen denkt der Kreisgeschäftsführer schon weiter, denn auch auch für die Wasserwacht, deren Vereinshäuschen wenige hundert Meter entfernt am Lech liegt, sieht er Optimierungsbedarf. „Da muss dringend was gemacht werden.“

Erfreut über die neue Rettungswache in Kaufering zeigte sich Bürgermeister Thomas Salzberger (SPD). „Ich find‘s toll, dass das BRK jetzt hier ist.“
Ulrike Osman

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