Weihnachtsfeeling statt Weihnachtsmarkt

Schondorf: 24 leuchtende Schaufenster als „Adventskalender“

Bild von Kind für Schondorfer Adventsflyer
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Mit einem Adventsflyer macht die Gemeinde Schondorf auf ihre Aktivitäten während der Weihnachtszeit aufmerksam. Das Titelmotiv des Flyers stammt von Max Raffler. Foto: RMD

Schondorf – Auch der traditionelle Schondorfer Christkindlmarkt auf dem Wilhelm-Leibl-Platz musste Corona-bedingt abgesagt werden. Größere Abstände zwischen den Buden, Maskenpflicht, Besucherbeschränkung, Glühweinverbot und Bratwurst im Sitzen wären Stimmungskiller und würden kaum jemanden aus dem Haus locken. Wie man trotzdem weihnachtliche Atmosphäre ins Dorf zaubern kann, stellte Veranstaltungsreferentin Anke Neudel in der jüngsten Gemeinderatssitzung vor und holte sich die Zustimmung des Gremiums.

So verwandelt sich der ganze Ort ab dem 1. Dezember in eine Art Adventskalender. An jedem Tag bis zum Heiligen Abend wird ein anderes Schaufenster mit spezieller Dekoration und weihnachtlichen Angeboten hell erleuchtet. Damit die Schondorfer vorab wissen, wo und wann sie die Fenster finden, wird ein Adventskalender mit den Namen und Adressen der Akteure gedruckt und rechtzeitig an alle Haushalte verteilt. Auch auf der Webseite der Gemeinde (www.schondorf.de) werden die Fenster der Händler, Vereine und Institutionen kommuniziert.

Am Rathaus, vor der VR-Bank, am Wilhelm-Leibl-Platz und in den Seeanlagen werden Weihnachtsbäume aufgestellt. Zum Schmücken lädt Bürgermeister Alexander Herrmann die Schondorfer ein, die bunte Kugeln oder Sterne mitbringen sollen. Und sie können auch gleich Zettel mit ganz speziellen Weihnachtswünschen an die Äste hängen. Dabei geht es nicht um materielle Dinge, sondern um persönliche Zuwendungen wie ein Lied vor der Haustüre zu singen, einen tröstenden Telefonanruf in einsamen Zeiten oder ein gemeinsames Plätzchenbacken wie früher. Jeder Spaziergänger kann die Wünsche lesen und erfüllen, wenn sie ihm zu Herzen gehen.

Einen „Weihnachtsmarkt light“ – natürlich ohne Alkohol – wird es während der Adventszeit jeden Freitag auf dem Dorfmarkt in der Bahnhofstraße und am Samstag vor Edeka Schmidt in der Uttinger Straße geben. Schondorfer Vereine bieten Selbstgebasteltes an und der Helferkreis Asyl lockt mit Plätzchen und Geschenkideen aus aller Welt. Wenn es Corona zulässt, gibt es auf dem Freitagswochenmarkt ab 16 Uhr auch musikalische Darbietungen, um die sich Kulturreferentin Dr. Silvia Dobler kümmert. Soviel weihnachtliches Engagement für ein Gesamtbudget von nur zweitausend Euro – da konnte der Gemeinderat seine Zustimmung nicht verwehren.

Kritisch sah man allerdings die Idee, die Straßenbeleuchtung im Bereich zwischen Einmündung Greifenberger Straße und Wilhelm-Leibl-Platz für rund 6.500 Euro weihnachtlich „aufzupimpen“. Um Leuchtsterne etc. an den Straßenlaternen anzubringen, müssten erst spezielle Steckdosen montiert werden. Fraglich war, ob das alles in der kurzen Zeit bis zum ersten Advent realisiert werden kann. Dies wollte Anke Neudel noch klären.
Dieter Roettig

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