Er will's nochmal wissen

Schondorf: Grüner Bürgermeister Herrmann tritt wieder an

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Hat gut lachen: Alexander Herrmann kandidiert wieder für das Amt des Schondorfer Bürgermeisters.

Schondorf – Alexander Herrmann (54), grüner Bürgermeister in Schondorf, hat klare Visionen: Er möchte zum einen bei den anstehenden Kommunalwahlen seinen Rathaussessel verteidigen. Und zum anderen will er das ganze Ammersee-Westufer „grün regiert“ sehen. Der erste Punkt scheint wohl zu klappen. Bei der Aufstellungsversammlung zum Bürgermeister-Kandidaten von Bündnis 90/Grüne im „Panini“ erhielt er 13 Ja-Simmen. Einmal gab‘s ein Nein, zwei Wahlberechtigte enthielten sich.

Keine andere Schondorfer Partei oder Gruppierung im Gemeinderat hat bislang einen Gegenkandidaten aufgestellt. Und ob die SPD überhaupt eine Liste erstellt, sei fraglich, wie Herrmann mutmaßte. Sogar Michael Deininger, bislang als Parteiloser in der SPD-Fraktion im Gemeinderat, wollte nicht länger im Unklaren sein und ließ sich auf Platz 10 der Grünen-Liste aufstellen.

Bei der Nachbargemeinde Utting, noch geleitet vom „Grünen Joe“ Lutzenberger, stehen die Nachfolge-Zeichen ebenfalls auf Grün. Bislang hat nur Kreisrätin Renate Standfest ihren Anspruch auf das Bürgermeisteramt angemeldet. Die anderen Parteien „eiern“ noch mehr oder minder geheimnisvoll herum, ob sie einen Kandidaten präsentieren wollen. Sogar in der Marktgemeinde Dießen ist trotz sieben Bürgermeister-Kandidaten ein Farbwechsel zu Grün nicht ausgeschlossen. Denn nur Gabriele Übler hat bis dato einen konkreten Wahlkampf-Fahrplan vorgelegt. Bis Ende Februar 2020 wird sie sieben öffentliche Veranstaltungen zu Dießen-spezifischen Themen abhalten. Am 12. Februar unterstützt sie dabei Katharina Schulze, Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bayerischen Landtag.

Schulden abgebaut

Vor seiner Nominierung zum Schondorfer Bürgermeister-Kandidaten gab Alexander Herrmann einen Rückblick auf seine erste Legislaturperiode. Er habe vor knapp sechs Jahren eine Menge unerledigter Aufgaben und einen Berg von Schulden – fast sieben Millionen Euro – übernommen. Fast alles sei abgearbeitet und vieles mit einem „grünen Stempel“ versehen worden. Ob Feuerwehrhaus, Bahnhofstoilette, Kinderhaus, Gasnetz oder Glasfaser – Schondorf habe sich sehr zum Positiven verändert.

Besonders das Wohnkonzept für das Prix-Gelände habe man entscheidend verbessert. Statt wie vom alten Gemeinderat mit 19 Einfamilienhäusern geplant würden hier nunmehr Doppelhäuser und Geschosswohnungen entstehen, darunter 30 Prozent Wohnfläche für den Mittelstand zu moderaten Preisen.

Eine wichtige Aufgabe für die Zukunft sei die Erweiterung von Kindergarten, Hort und Krippe. Am besten zentral auf dem Prix-Areal. Hermann möchte auch endlich eine zentrale Ortsmitte „mit Mailbaum“ festlegen, idealerweise im Bereich Rathaus/Bahnhof. Dazu brauche man eine grüne Mehrheit im Gemeinderat.

Grüne Liste

Um sie bei den Kommunalwahl zu erreichen, stellte die Versammlung eine komplette Liste mit 16 Kandidaten auf, streng nach der selbst auferlegten Frauenquote von 50 Prozent. Darunter die bisherigen Gemeinderatsmitglieder Helga Gall, Stefanie Windhausen-Grellmann, Rudi Hoffmann, Luzius Kloker, Marius Polter, Bürgermeister Ale­xander Herrmann sowie „Überläufer“ Michael Deininger. Folgende neue Namen hoffen auf einen Sitz im Gremium: Anke Neudel, Sabine Pittroff, Magdalene Zitzmann, Cornelia Rödl, Tobias Widemann, Francesca Röschinger, David Bensmann, Christiane von Bechtolsheim und Mirko Krabisch.
Dieter Roettig

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