Eingespielte Führungsspitze

Schondorf startet mit sechs neuen Gemeinderäten im Gremium

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Auch für die nächsten sechs Jahre bleibt der CSU-Mann Martin Wagner (links) zweiter Bürgermeister von Schondorf. Alexander Herrmann (rechts) von den Grünen konnte sein Amt als Gemeindechef verteidigen.

Schondorf – Die konstituierende Sitzung eines neuen Gemeinderates ist normalerweise eine feierliche Angelegenheit. Nicht so in Corona-Krisenzeiten, in denen man vielerorts vom Rathaus in Sporthallen umzieht, um die Abstandsregeln einhalten zu können. So auch in Schondorf, wo die Weichen für die nächste Legislaturperiode gestellt wurden: mit dem wiedergewählten Bürgermeister Alexander Herrmann (Bündnis 90/Die Grünen), dem im Amt bestätigten Vize Martin Wagner (CSU) sowie sechs neuen Gemeinderäten im 16-köpfigen Gremium.

Dass Alexander Herrmann (55) seine zweite Amtsperiode antreten konnte, verdankt er 66 Wählerstimmen, die für eine knappe Mehrheit von 51,5 Prozent sorgten. Seine CSU-Herausforderin Bettina Hölzle (36) schaffte auf Anhieb respektable 48,5 Prozent. Wer glaubte, damit hätte sie sich für den Posten des zweiten Bürgermeisters qualifiziert, sah sich getäuscht. Im Vorfeld einigte sich der CSU-Ortsverband intern, wieder den als Vize bewährten Martin Wagner ins Rennen zu schicken und Bettina Hölzle mit dem Fraktionsvorsitz zu beauftragen.

Bei der anschließenden geheimen Wahl erhielt Vize Martin Wagner zehn Stimmen, Wolfgang Schraml (Freie Wähler) sieben Stimmen. Damit war Martin Wagner im Amt bestätigt und musste wie auch Alexander Herrmann nicht erneut vereidigt werden. Als Stellvertreter, wenn beide Bürgermeister verhindert sein sollten, einigte man sich auf Wolfgang Schraml.

Die Eidesformel, dem Grundgesetz der Bundesrepublik und der Verfassung des Freistaates Bayern zu folgen und die Amtspflichten gewissenhaft zu erfüllen, sprachen die sechs neuen Gemeinderatsmitglieder nach: Bettina Hölzle, Anna Klinke, Andreas Ernst und Simon Springer (alle CSU), Franziska Königl (Freie Wähler) und Sabine Pittroff (Bündnis 90/Die Grünen). Damit haben CSU und Grüne je sieben und die Freien Wähler zwei Sitze im neuen Gemeinderat.

Nach der Besetzung der diversen Ausschüsse wie Bau- und Umwelt, Mobilität und Digitalisierung, Kultur- und Veranstaltungen, Dorfentwicklung oder Rechnungsprüfung, wurden die Referentinnen und Referenten bestellt: Michael Deininger für Zivilschutz, Stefan Birkner für Vereine, Bettina Hölzle für Mobilität, Marius Polter für Jugend, Dr. Silvia Dobler für Kultur, Franziska Königl für Ältere Mitbürger, Helga Gall für Städtepartnerschaften, Jo-Ann Meding für das Bürgerbudget sowie als Klimaschutzbeauftragte Stefanie Windhausen-Grellmann.

Von der Gemeinde bestellte Referenten müssen nicht unbedingt Mitglied im Gemeinderat sein, so wie Stefan Birkner, Dr. Silvia Dobler oder Jo-Ann Meding. Entscheidend ist hier vielmehr die vorhandene Fachkompetenz.
Dieter Roettig

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