mobil-LL macht in Schondorf mobil

CarSharing am Ammersee startet mit neuem Verein durch

+
Gründeten den Verein „CarSharing Schondorf“ (von links): Friederike Lenssen, Joachim Dürler, Holger Emmert, Stefanie Windhausen, Gerti Huber, Helga Dürler, Thomas Wree, Jo-Ann Meding, Gonnie van Zantvoort, Eva Maria Zotter und Bürgermeister Alexander Herrmann.

Schondorf – Privatautos stehen in Deutschland zu über 90 Prozent ihrer Zeit ungenutzt am Straßenrand oder in der Garage. Hier hilft CarSharing: flexibel, kostensparend und umweltfreundlich. Der jetzt neu gegründete „CarSharing Schondorf e.V.“ ermöglicht eine ökonomischere und ökologischere Fahrzeugnutzung für Vereinsmitglieder. Partnervereine soll es demnächst auch in Dießen und Utting geben.

Unterstützt wird die Initiative unter dem „mobi-LL“-Dach vom Vaterstettener Verein „Auto-Teiler“. Er betreibt bereits seit über 26 Jahren CarSharing im ländlichen Bereich und hat auch die Neugründung am Ammersee-Westufer inspiriert. „Der Verein strebt keinen finanziellen Gewinn an, sondern sieht den Mehrwert in der Möglichkeit, günstiges CarSharing anbieten zu können“, betont Gründungsmitglied Thomas Wree.

Die Initiatoren arbeiten ehren­amtlich und helfen sich gegenseitig. Deshalb gibt es keine Monats- oder Jahresgebühr für den Support. Die Mitglieder können das CarSharing-Konzept aktiv mitgestalten – durch Ideen, Engagement, tatkräftige Hilfe und gute Laune. „Die Vorteile des CarSharing liegen auf der Hand“, sagt Wree, „und sie sind in ländlichen Regionen wie am Ammersee-Westufer umso wichtiger, wo es kaum ohne Auto geht. Große CarSharing-Anbieter decken diese für sie wirtschaftlich uninteressanten Gebiete nicht ab.“

CarSharing Schondorf startet mit zwei Kleinwagen und einem 7-Sitzer mit Anhängerkupplung. Die Fahrzeuge sind an verschieden Standorten in Schondorf verteilt. So könne jedes Mitglied das passende Fahrzeug für den jeweiligen Zweck auswählen. Im Gegensatz zum ‚normalen‘ Autobesitzer bezahlt der CarSharing-User nur was er auch tatsächlich fährt. Die Kosten werden nach Zeit (tagsüber 1 Euro und nachts 25 Cent pro Stunde) sowie Strecke (ab 30 Cent pro Kilometer inklusive Benzinkosten) berechnet. „Es gibt keine Jahresgebühr und keine Monatsgebühr. Die Einlage in Höhe von 600 Euro wird beim Austritt wieder zurückgezahlt“, erklärt Thomas Wree.

Jedes stationäre CarSharing-­Fahrzeug ersetze im ländlichen Bereich vier bis acht herkömmliche Autos. Der Energie- und Rohstoffverbrauch bei der Produktion und die Abfälle bei der Verschrottung reduzieren sich entsprechend. Während ein eigenes Auto zum Vielfahren anregt – schließlich will es bei den hohen (Fix-)Kosten ja auch genutzt werden – denken CarSharing-Nutzer zuerst an Alternativen: Also wenn machbar zu Fuß, mit dem Fahrrad, dem ÖPNV oder als Mitfahrer – zum Beispiel auf der neuen Schondorfer Mitfahrerbank.

Auch interessant

Meistgelesen

250 fesche Madln haben sich bereits beworben. Ist deine Favoritin schon dabei?
250 fesche Madln haben sich bereits beworben. Ist deine Favoritin schon dabei?
Die Babys der Woche im Klinikum Landsberg
Die Babys der Woche im Klinikum Landsberg
Traditionsreiche Trachtenmode am Puls der Zeit von Daller Tracht
Traditionsreiche Trachtenmode am Puls der Zeit von Daller Tracht
Der mysteriöse Flugbetrieb in der Region geht weiter
Der mysteriöse Flugbetrieb in der Region geht weiter

Kommentare