Feuerwehr Schondorf:

Über 4.000 Stunden fürs Gemeinwohl

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Gruppenfoto mit den geehrten Feuerwehrmännern (von links): Kreisbrandinspektor Robert Waldhauser, 2. Kommandant Benjamin Blanasch, Bürgermeister Alexander Herrmann, Andreas Stangl, Tobias Martin, Thomas Schneider, Korbinian von Dalwigk, Kommandant Florian Gradl und Vorsitzender Hans Schöttl.

Schondorf – Im Juni vergange­nen Jahres ist das neue Feuerwehrhaus mit einem zweitägigen Fest eingeweiht worden – jetzt folgte der letzte Akt mit der „offiziellen Inbetriebnahme“ der großzügigen Sozialräume im Obergeschoss. Hier fand erstmals in den eigenen vier Wänden die Jahreshauptversammlung der Schondorfer Floriansjünger statt, zu der Vorsitzender Hans Schöttl und Kommandant Florian Gradl eingeladen hatten.

Bürgermeister Alexander Herrmann lobte in seinem Grußwort diese Premiere und den engagierten Bedienungsservice durch die Mitglieder der Jugendfeuerwehr. Er betonte, dass das neue Schondorfer Feuerwehrhaus in jeder Beziehung eine echte Punktlandung sei, vor allem weil man die geplanten Gesamtkosten von 1,8 Millionen Euro nicht überschritten habe. Nicht zuletzt durch den fachkundigen Einsatz von Florian Gradl in seiner Mehrfachfunktion als Kommandant, Planer und Bauleiter. Herrmann dankte den Feuerwehrmännern und -frauen, die mit unzähligen freiwilligen Arbeitsstunden einen beträchtlichen Kostenfaktor durch Eigenleistungen eingespart hätten.

Diesem Kompliment schloss sich Kreisbrandinspektor Robert Waldhauser an und überbrachte die Grüße der Kreisbrandin­spektion und des Landkreises. Er drückte auch seine Freude darüber aus, dass so viele altgediente Feuerwehr-Senioren zu der Versammlung gekommen seien, die damit ihre Solidarität zur Schondorfer Wehr unterstrichen. Laut Hans Schöttl habe man derzeit 52 passive Mitglieder sowie 55 Förder- und Spendenmitglieder.

In seinem Jahresbericht zeigte Kommandant Florian Gradl das breitgefächerte Spektrum von Hilfeleistungen auf, zu der die Feuerwehr gerufen wurde. Von den 47 Einsätzen im Jahr 2016 waren es sechs Brände, 29 Technische Hilfeleistungen – von der Absicherung bei Verkehrsunfällen bis zur Tierrettung, sieben Sicherheitswachen und sechsmal war es gottlob nur Fehlalarm. Dazu kamen 88 First Responder-Einsätze zusammen mit der Wasserwacht. Damit wurden 4.091 Stunden Feuerwehrdienst abgeleistet, zu denen noch rund 800 Stunden Wartung und Pflege der Geräte sowie Übungsvorbereitungen hinzukamen.

Die 37 aktiven Feuerwehrleute (darunter zwei Damen) sowie die 14 Anwärter in der Jugendfeuerwehr präsentierten sich auch hilfsbereit abseits der Notfalleinsätze. So beim Osterfeuer, bei der Maibaum-Wache und dem Aufstellen, bei den St. Martin-Umzügen, beim Ammer­see-Höhenweg-Lauf oder beim Christkindlmarkt.

Florian Gradl lobte seine Ehrenamtlichen für die große Zahl von absolvierten Lehrgängen und Weiterbildungen sowie für die Übungen, die zum Teil zusammen mit Nachbarfeuerwehren durchgeführt wurden. Gradl: „Die Zusammenarbeit mit den umliegenden Wehren funktioniert sowohl bei Übungen als auch bei Einsätzen reibungslos.“ Das „mein Feuer“ verschwinde zunehmend aus den Köpfen und das Verständnis für das gemeinsame Miteinander zum Wohl der Geschädigten obsiege immer mehr.

Im Jahr 2022 feiert die Freiwillige Feuerwehr Schondorf ihr 150-jähriges Bestehen. Gradl wünschte sich spätestens zu diesem Jubiläum von der Gemeinde ein neues Einsatzfahrzeug. Der Gemeinderat solle sich also bitte zeitnah mit der Ersatzbeschaffung für das jetzige Löschgruppenfahrzeug aus dem Jahr 1996 befassen.

In seinem Schlusswort sprach Florian Gradl die Hoffnung aus, dass mit der Bebauung des Prix-Areals bezahlbarer Wohnraum für junge Familien und Alleinstehende geschaffen werde. Es könne nicht sein, dass aktive Feuerwehrleute vom Ammersee-Westufer wegziehen müssten, weil sie hier keine günstigen Wohnungen finden.

Geehrt

Mit der Ehrung verdienter Feuerwehrmänner klang die Jahreshauptversammlung aus. Für jeweils 25 Jahre aktiven Dienst wurden ausgezeichnet: Tobias Martin, Thomas Schneider, Andreas Stangl, Korbinian von Dalwigk und in Abwesenheit Christian Steer.

Dieter Roettig

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