Beim Prix-Wohnareal geht es voran

Schondorfer Gemeinderat billigt Bebauungsplanentwurf 

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Bürgermeister Alexander Herrmann (links) und Planer Helgo von Meier erläuterten vor dem Schondorfer Gemeinderat den aktuellen Planentwurf für das Prix-Wohnareal.

Schondorf – Mit der Wohnsiedlung auf dem ehemaligen Prix-Geländes ist die Gemeinde Schondorf jetzt eine Schritt weiter gekommen. Der Gemeinderat billigte in einer Sondersitzung Änderungen im Bebauungsplan, der damit in die zweite öffentliche Auslegung ging. Damit hofft man, dass bis Ende dieses Jahres die Pläne endgültig durch sind und die von Wüstenrot zu bauenden Häuser in circa vier Jahren stehen.

Wie berichtet, hat die Wüstenrot Haus- und Städtebau GmbH mit Hauptsitz in Ludwigsburg den Investorenwettbewerb gewonnen und wird die Häuser bauen und vermarkten. Sie bekam den Zuschlag für fünf Plangebiete auf rund 15.000 Quadratmetern des Prix-Areals und wird hier Reihenhäuser und Geschosswohnungen errichten. Die Gemeinde erhielt für das von Altlasten befreite Gelände 10,5 Millionen Euro.

Die Gemeinde Schondorf hatte unter dem damaligen Bürgermeister Peter Wittmaack in den Jahren 2011 und 2013 das gesamte einst vom Prix-Leichtbauplattenwerk genutzte Gelände mit 17.600 Quadratmetern gekauft. Ziel war sozialverträglicher Wohnungsbau auf dem zentral gelegenen Filetstück mit Kindergarten, Schulen und Einkaufsmöglichkeiten in unmittelbarer Nähe. Hierzu hat der Gemeinderat den Bebauungsplan „Prix-Gelände“ auf den Weg gebracht mit 16 Reihenhäusern sowie Geschosswohnungsbauten für 60 Wohnungen.

Dabei müssen von Wüstenrot 30 Prozent der neu zu schaffenden Häuser und Wohnungen an „die ortsverbundene Bevölkerung mit besonderem Bedarf“ gehen, also an Gering- und Normalverdiener. Dabei hat man vor allem den sogenannte „Aal“ im Auge, einen langgestreckten mehrgeschossigen Wohnblock mit barrierefreien Einheiten entlang der Bahnlinie mit einer Tiefgarage.

Beim Investorenwettbewerb konnte sich die Wüstenrot Haus- und Städtebau GmbH mit den Planungspartnern Knoop & Rödl Architekten und Mahl-Gebhard Landschaftskonzepte durchsetzen. Bewertet wurden mit einem Punktesystem Architektur und Gestaltung, energetische Qualität, Nutzungskonzept und natürlich der Kaufpreis für das Grundstück.

Wie Bürgermeister Alexander Herrmann zu Beginn der Sondersitzung mitteilte, wird der gemeindliche Dreispänner samt Garagen auf dem Prix-Gelände neben der Wolfgang-Kubelka-Realschule abgerissen, nachdem der Landkreis das Grundstück gekauft hat. Er will neben dem Erweiterungsbau der Realschule eine Freifläche errichten. Als Ausgleich wird der Landkreis auf einem von der Gemeinde in Erbpacht zur Verfügung gestellten Gelände im Griesfeld einen Wohnblock mit bis zu zehn günstigen Einheiten für die Mieter des Dreispänners bauen.

Ein ursprünglich für eine Bauherrengemeinschaft reserviertes Grundstück gegenüber dem Kindergarten wird die Gemeinde selbst behalten, um hier eventuell den Hort zu erweitern.

Planer Helgo von Meier stellte im Beisein von Wüstenrot-Projektleiterin Jennifer Ebner die bisherigen Änderungen für das Prix-Wohnareal vor. So wurde bei den Reihenhäusern auch ein Haustyp mit Einliegerwohnung von den Gemeinderäten abgesegnet. Die große Tiefgarage am Geschosswohnungsbau „Aal“ entlang der Bahn rückt stellenweise näher an den neben der Bahntrasse geplanten Rad- und Fußweg heran. Der von Bäumen flankierte Spielplatz wird mehr in das Zentrum des Areals rücken. Die Parkplätze sollen mit Stellplätzen, Carports und Bäumen dazwischen abwechslungsreich gestaltet werden. Die ursprünglich als Privatwege angedachten Fußwege durch das Gelände werden nunmehr öffentlich und die Häuser dürfen nachts nicht angestrahlt werden.

Der Investor Wüstenrot muss die Kosten für die Erschließung des Wohnareals sowie die Kosten für Straßen- und Wegebau übernehmen. Wobei Gemeinde und Landkreis anteilig die Kosten für ihre Grundstücke zahlen. Eine wichtige Vorgabe an den Bauherren war das Verbot des Schwerlastverkehrs zu Bring- und Abholzeiten an Schule und Kindergarten. 

Dieter Roettig

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