Von Schonkost bis zum Gänge-Menü

Arbeitet die nächsten drei Jahre an zwei Fronten: Anja Niedl (Mitte), auszubildende Köchin des Klinkikums Landsberg und des Kauferinger Hotels Rid. Gerhard Werner (links, Personalleiter Klinikum) und Christian Baumann (Küchenleiter) freut’s. Foto: kb

Zu viele Köche verderben den Brei, heißt es in einem alten Sprichwort. Was im normalen Kochalltag durchaus stimmen mag, soll im Fall von Anja Niedl einen positiven Effekt bringen. Denn sie hat seit September gleich zwei Lehrmeister, die ihr die Kunst am Herd beibringen. Niedl absolviert ihre dreijährige Ausbildung zur Köchin nämlich sowohl in der Großküche des Klinikums Landsberg als auch in der Gastronomieküche des Kauferinger Hotels Rid.

So kann eine besonders umfassende Ausbildung angeboten werden, die nicht nur die Besonderheiten einer Großküche berücksichtigt, sondern auch die Anforderungen im Gastronomiebereich wie insbesondere das Kochen à la carte umfasst. „Bei uns im Klinikum müssen viele Essensportionen gleichzeitig fertig gestellt und zu unseren Patienten transportiert werden. Wir legen dabei besonderen Wert darauf, dass sich jeder auf sein Essen freuen kann,“ erläutert Christian Baumann, der Küchenchef des Klinikums. Dabei sind für den Koch in der Großküche vor allem im Krankenhaus viele Besonderheiten zu berücksichtigen, die bei der Speisenauswahl anfangen und über die richtige und schonende Zubereitung bis hin zum schnellen Transport reichen. Abwechslungsreich und schmackhaft soll das Essen sein. Damit es den Genesungsprozess unterstützen kann, hat die Küche auch medizinische und pflegerische Vorgaben bei der Zusammenstellung des Speiseplans zu berücksichtigen. Im Ausbildungsprogramm der Krankenhausküche werden daher hohe Anforderungen an das Organisationsgeschick gestellt. „Organisation und Liebe zum Essen sollten sich ergänzen,“ betont Walter Rid, der Inhaber des Hotels Rid in Kaufering. In sein Restaurant kommen die Gäste, um das Essen zu genießen. Die Ausbildung zur Köchin gleicht daher bei ihm zugleich einer Zauberlehre, bei der Anja Niedl die Tricks lernen kann, mit denen die Gaumen der Gäste verwöhnt werden. Gut für die Region Gerhard Werner, der Personalleiter des Klinikums, der die Zusammenarbeit der beiden Einrichtungen eingefädelt hat, freut sich über den gelungenen Coup. „Durch das Zusammenwirken mit dem Hotel Rid ist es dem Klinikum gelungen, die hohen Anforderungen, die an den Ausbildungsbetrieb gestellt werden, zu erfüllen und gleichzeitig eine abwechslungsreiche Ausbildung anzubieten.“ Dass mit Anja Niedl nun eine junge Köchin aus dem Landkreis eingestellt werden konnte, belohne das Engagement des Klinikums für eine weitere Verbesserung des Ausbildungsangebots in der Region, hebt Werner stolz hervor.

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