Elternbeiräte im Landkreis Landsberg

Schreiben ans Kultusministerium: Schüler lieber zuhause testen

Lehrer- und Elternverbände kritisieren Test-Regeln
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Erst in vollen Bussen zusammensitzen, dann in den Klassenzimmern versammeln - und dann erst testen? Unsinn, finden auch die Elternbeiräte der staatlichen schulen im Landkreis Landsberg.

Landkreis – Der Selbsttest an Schulen stößt nicht wirklich auf positive Resonanz. Die Elternbeiräte der staatlichen Schulen im Landkreis haben sich in einem Schreiben an das Bayerische Kultusministerium gegen die Tests an der Schule ausgesprochen – und für Selbsttests zu Hause.

Die Auswirkungen der öffentlichen Tests auf die Kinder, auch mit Beratungs- und Betreuungsangeboten seitens der Schule, sehe man mehr als kritisch, ist in dem Schreiben zu lesen. Die Schüler seien ohnehin stark belastet. Ein positives Testergebnis führe zu Stigmatisierung und Bloßstellung vor der gesamten Klasse, was zu Mobbing führen könne. Die Gesundheit der Schüler, deren Familien und auch der Lehrer werde so gefährdet. Auch der Datenschutz sei somit nicht gewährleistet.

Es sei nicht nachvollziehbar, dass die Kinder in Bussen zur Schule fahren, sich in den Klassenzimmern zum Testen versammeln müssen – und einen positiv getesteten Schüler dann erst zu isolieren. Sinnvoller sei es, die Schüler zu Hause zu testen und auch dort bis zu einem PCR-Testtermin zu lassen, falls ein positives Ergebnis vorliegt.

Letztendlich sei auch die Freiwilligkeit der Selbsttest so nicht mehr garantiert: „Es wird auf Gruppenzwang und moralischen Druck gesetzt.“ Dann solle man doch mit „offenen Karten“ spielen und eine Testpflicht einführen.

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