Für die Schülerbeförderung wichtig

Das alltägliche „Belagerungsfest zur Mittagszeit“ auf dem Hauptplatz wird es bald nicht mehr geben. Foto: Peters

In der Lechsteg-Debatte hat sich nun auch der Landrat zu Wort gemeldet. In einer Presseerklärung untermauert Walter Eichner (CSU), wie wichtig eine zeitnahe Umsetzung des städtischen Vorhabens für die Schülerbeförderung ist. Und er widerlegt in diesem Zusammenhang die Argumente der UBV Landsberg, die seit Donnerstag Unterschriften für ein Bürgerbegehren sammelt. Sie möchte den neuen Lechsteg zwischen Mutterturm und Inselbad verhindern.

Wie geht es weiter mit der Schülerbeförderung in Landsbergs Innen­stadt? Mit dieser Frage beschäftigen sich der ÖPNV-Experte im Landratsamt, Dietmar Winkler, und sein Team seit einiger Zeit. Grund: Bereits während und bekanntlich auch nach dem im kommenden Jahr beginnenden Hauptplatzumbau soll die Abfahrt der Fahrschüler des Ignaz-Kögler-Gymnasiums am Busbahnhof über die Bühne gehen. „Wir sprechen hier von etwa 700 Schülern, die auf einem möglichst sicheren Weg zum Busbahnhof kommen sollen“, so Landrat Eichner. Er bringt damit den Lechsteg vom Inselbad zum Mutterturm ins Gespräch. Sollte er gebaut werden, gäbe es zwei mögliche Schulwege zum Busbahnhof. Einmal über die Katharinenbrücke oder über den neuen Lechsteg und das Gelände des Landratsamtes. Der Weg aus der Südrichtung bedingt im Bahnhofsbereich die Querung des gesamten Schülerstromes bis zur Aufstellfläche. Zu diesem Zeitpunkt gibt es jedoch viele Bus-An- und Abfahrten; nach bisherigem Erkenntnisstand der ÖPNV-Experten bewegen sich die etwa 700 Fahrschüler zwischen mindestens 30 ein- und ausfahrenden Bussen. Dies stuft Eichner aus Sicherheitsgesichtspunkten als „sehr problematisch“ ein. Er präferiere eindeutig den Weg vom IKG über den neuen Lechsteg zum Busbahnhof aus der Nordrichtung. Hier wären praktische keine Kreuzungsbeziehungen zwischen Bus und Schülern vorhanden. Die jetzigen Abfahrten ab dem Hauptplatz werden im Zeitfenster 13:15 bis 13:25 Uhr durchgeführt. Die ab Landsberg verkehrenden Busse haben in der Region laut Eichner noch sieben weitere Verknüpfungspunkte mit insgesamt 19 Bussen aus anderen Schulstandorten, insbesondere aus dem Ammerseebereich. Jede spätere Abfahrt in Landsberg hätte somit direkte Auswirkungen auf den Schulverkehr im gesamten Landkreis. „Daher ist es wichtig, die Abfahrtszeiten ab Landsberg auch in Zukunft möglichst im bisherigen Zeitrahmen zu halten“, erklärt Eichner. Im Hinblick auf die Neuerungen hat der Landkreischef die künftigen Entfernungen ermitteln lassen. Wer über den bestehenden Lechsteg Nord von IKG zum Busbahnhof geht, der muss 1100 und über die Karolinenbrücke 990 Meter zurücklegen. Der Schulweg über den neuen Lechsteg wäre mit 680 Meter nur unwesentlich länger, als der bisherige zum Hauptplatz (540 Meter). Aus der Sicht des Landrates und der ÖPNV-Experten sei der ge­plante neue Lechsteg für eine „sichere und zeitlich stabile Schülerbeförderung wichtig“. Darüber hinaus lege Eichner Wert darauf, dass die Schüler aus dem Landkreis an den Nachmittagen nicht wesentlich später nach Hause kommen als dies bisher der Fall war. Nur Mittags Übrigens: In der ÖPNV-Abteilung des Landratsamtes geht man aktuell davon aus, dass die IKG-Schüler nach dem Umbau frühmorgens wieder am Hauptplatz aussteigen dürfen. „Da ist das Zeitfenster deutlich größer als Mittags“, sagt Pressesprecher Wolfgang Müller auf Nachfrage des KREISBOTEN.

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