Freiheit und Perspektiven

Mit dem Abi in die Freiheit

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Die fünf Jahrgangsbesten: Verena Menhofer, Annika Kemmer, Johannes Sturm, Corinna Wambsganz und Cosmina Werneke (von links).

Landsberg – „Mit dem Abi in die Freiheit“ lautete das Motto der diesjährigen Feierlichkeiten des Dominik-Zimmermann-Gymnasiums (DZG) rund um die Abschlussklasse 2019. 81 Schülerinnen und Schüler haben die Allgemeine Hochschulreife erhalten und hatten am vergangenen Freitag allen Grund und jedes Recht zur Freude.

Nach einem Gottesdienst in der Pfarrkirche „Zu den Heiligen Engeln“ versammelten sich die glücklichen Abiturienten, Lehrer, Schulpersonal und stolze Familienangehörige in der Aula der nahegelegenen Mittelschule, um diesen einmaligen Tag im Leben gebührend zu feiern.

Dem souligen musikalischen Auftakt einer Schüler-Live-Band folgten die Begrüßungsworte durch Oberstudiendirektor Bruno Bayer und er ermutigte die jungen Menschen: „Ihr habt viele Möglichkeiten und wir konnten hier nur die Basis für eure Zukunft legen. Wir haben immer Individualität gefördert, aber positive Unterschiedlichkeit kann nur gewinnbringend sein, wenn sie als Teil des Miteinanders funktioniert.“

Das umstrittene Thema „Fridays for Future“ sparte er nicht aus, sondern lobte die Verantwortung, die von seinen Schülern übernommen worden sei. Weiterhin wünschte er sich Neugier, Tatendrang, Ideen und Kompetenzen von den jungen Erwachsenen, um die Welt aktiv mitzugestalten.

Er dankte Eltern, Lehrern, Elternbeirat und Förderverein und bescheinigte allen, an einer guten Entwicklung teilgenommen zu haben. Dann richtete er emotionale Abschiedsworte an seine Schülerinnen und Schüler. „Die Gesellschaft braucht euch!“, rief er ihnen sichtlich bewegt zu.

Nach einem augenzwinkernden philosophischen Diskurs über den Begriff „Freiheit“, lobte der nächste Redner Jonas Pioch, als Vertreter des Landrats, das Engagement der Abiturienten: „Ich habe in den letzten fünfzehn Jahren keine Jugend erlebt, die so politisch ist wie ihr.“ Tosender Applaus war ihm gewiss. Und als er das Ignaz-Kögler-Gymnasium als das „zweitbeste der Stadt“ bezeichnete, hatte der Politiker den Saal auf seiner Seite.

Als letzter offizieller Laudator sorgte Oberstufenkoordinator Walter Kastenmayer, mit komödiantischem Talent und dezenter Verkleidung als Sommerurlauber, für viele Lacher, indem der Anekdoten und Insiderwitze aus den letzten Jahren zum besten gab. Seine abschließende Empfehlung für die Abiturienten lautete: „Ich hoffe, dass ihr alle im Leben an dem Reiseziel ankommt, das zu euch passt. Miteinander und gemeinsam anpacken, das sollte für euer Leben gelten.“

Endlich standen die Schülerinnen und Schüler selbst im Mittelpunkt, denn die fünf besten des Jahrgangs wurden als erste auf die mit Luftballons geschmückte Bühne gebeten. Insgesamt erreichten 27 Prüflinge die Eins vor dem Komma und gleich zwei Absolventen schafften die makellose 1,0: Johannes Sturm erhielt nicht nur den schriftlichen Beweis seiner Leistungen aus den Händen von Bayer, sondern auch noch den mit 1.000 Euro dotierten Preis der Frank-Hirschvogel-Stiftung sowie eine einjährige kostenlose Mitgliedschaft in der Mathematikervereinigung. „Ich möchte gerne Informatik studieren und zwar am liebsten in Zürich“, sagte der Primus überglücklich.

Annika Klemmer hingegen, ebenfalls Preisträgerin der Frank-Hirschvogel-Stiftung, möchte zunächst ein Freiwilliges Soziales Jahr leisten und später im Bereich Umwelt studieren und arbeiten.

Die nächsten drei Schülerinnen erreichten allesamt einen Schnitt von 1,1 und erhielten den Preis der VR-Bank von Herrn Rösch überreicht: jeweils 100 Euro für den Start ins Berufsleben.

Cosmina Werneke wird zunächst eine Weile arbeiten, um das nötige Reisegeld für einen längeren Trip nach Indonesien zu verdienen. „Ich möchte erst noch ein bisschen die Welt kennenlernen, bevor ich wahrscheinlich Biologie studieren werde.“

Mit Sicherheit wird es Corinna Wambsganz in den hohen Norden verschlagen, denn sie wird die nächsten fünf Jahre Informatik in Kiel studieren. „Was ich danach mache, weiß ich noch nicht, aber ich habe genug Zeit, um mir das zu überlegen“, sagt sie und lacht.

Auch für Verena Menhofer steht zunächst das Freiwillige Soziale Jahr auf dem Programm und für die anschließende Zeit hat sie noch keine konkreten Pläne. „Irgendwas mit Naturwissenschaften“ werde sie machen, so viel sei sicher.

In einer heiteren Zeremonie erhielten schließlich alle diesjährigen Absolventen des DZGs ihr Abitur aus den Händen des Oberstudiendirektors, bevor sie nicht nur eine ausgelassene Party, sondern auch hinein ins Leben starteten.

Dietrich Limper

Die Abiturienten:

Agbetoglo Daniel, Bauer Benedikt, Bauer Lucia, Bex Teresa, Birnböck Korbinian, Bürger Moritz, Busch Sebastian, Capelletti Lorin, Eichner Laurin, Erler Chiara,

Fahrner Alina, Fischer Fiona, Fischhaber Nicole, Fuchs Jannik, Gartner Leonie, Grobe Laura, Hefele Tabea, Heyrowsky Selena, Janke Leonie, Jaufmann Julia, Johannssen Paul, Kaspar Susanna, Kauschus Severin, Kemmer Annika, Kimmel Marc, Köhler Michelle, Kösler Lisa-Marie, Krauter Fiona, Kusmin Michelle, Lipski David, Lischka Pauline,

Locher Alice, Löwe Carolin, Ludwig Maximilian, Lutz Erik, Mailänder Florian, Martin Henri, Martin Nadine, Meitinger Miriam, Menhofer Verena, Müller Franka, Nebe Florian, Neugebauer Daja, Neuhas Max, Noé Natasha, Paehge Silke, Pallmer Emilia, Papandrea Sofia, Petrich Eva, Pfatischer Adrian, Pfeilschifter Finn,

Plachetka Jonathan, Plaß Veronika, Ratzka Nicklas, Reiser Cedric, Ring Manuel, Ruzi Sarah, Schenk Leopold, Schilling Fiona, Schlosser Malena, Schmid Tamara, Schon Sebastian, Schönfeld Lydia, Schreiber Georg, Sedlmair Sebastian, Siebert Julia, Sorger Paula, Spitzer Kristina, Steinle Julia, Sturm Johannes, Teetzmann Alexander,

Tönnies Oliver, Veit Hannah, Veit Lukas, Vennemann Miriam, Vötter Alexandros, Walther Finn, Wambsganz Corinna, Werneke Cosmina, Zengler Isamarie, Zobl Nils.

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